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In Maßen fürs Wohlbefinden zocken

Es scheine aber "auf jeden Fall plausibel" , sagt Strobel, dass Videospiele gegen Burn-out helfen könnten, indem sie kindliche Freude in uns wecken.

Eisingerich selbst verweist auf den Renaissance-Physikus Paracelsus, der gesagt haben soll, dass die Dosis das Gift mache. "Obwohl Super Mario Bros. und Yoshi helfen können" , sagt Eisingerich, "müssen wir raten, dass Menschen verantwortungsvoll zocken" .

"Zu viel zu spielen, wird mehr Schaden anrichten, als es helfen kann" , sagt er. Wer aus Eskapismus spielt oder um Probleme zu vermeiden, der riskiert, den potenziell positiven Effekt der Spiele zu untergraben. Außerdem würden Videospiele nicht gegen die Ursachen von Burn-out helfen. Deswegen kann zocken andere Ansätze ergänzen, aber auf keinen Fall Prävention ersetzen.

Staunen und Freude sind ein Anfang

Dass manche Videospiele uns helfen könnten, wieder Wunder und Freude an der Welt zu entdecken, leuchtet jedenfalls ein. Und zwar vielleicht auch deswegen, weil sie uns neugieriger machen, unsere Stimmung heben und uns dadurch wieder ein klein wenig widerstandsfähiger machen. Das ist nicht wenig – auch wenn es allein zu wenig ist.

Tim Reinboth(öffnet im neuen Fenster) ist freiberuflicher Wissenschaftsjournalist und Kognitionswissenschaftler. Er schreibt über Herausforderungen, Möglichkeiten und kuriose Momente an den Schnittstellen von Technologie und Gesellschaft.


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