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Super Mario Maker 2 & Co.: Vom Spieler zum Gamedesigner

Dreams, Overwatch Workshop und Super Mario Maker 2: Editoren für Computerspiele werden immer mächtiger, inzwischen können auch Einsteiger komplexe Welten bauen. Ein Überblick.

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Artwork von Super Mario Maker 2
Artwork von Super Mario Maker 2 (Bild: Nintendo)

Gute Nachrichten: Super Mario Maker 2 kommt auf die Playstation 4! Und nein, Nintendo und Sony haben nicht überraschend ihre Konzernfusion bekanntgegeben. Dass nun auch Playstation-Besitzer Level für den schnauzbärtigen Klempner bauen können, haben sie vielmehr einem User namens Claptrap9 zu verdanken. Der ist offenbar erst 14 Jahre alt und hatte die glorreiche Idee, Super Mario Maker 2 im Playstation-Actionspiel Little Big Planet 3 nachzubauen. Ein Level-Editor im Level-Editor sozusagen. Mit dem man dann womöglich wieder neue Level-Editoren bauen könnte ...

Inhalt:
  1. Super Mario Maker 2 & Co.: Vom Spieler zum Gamedesigner
  2. Dreams, Overwatch Workshop und Fortnite Creative

Das Beispiel zeigt zweierlei: Erstens kennt die Kreativität der Community keine Grenzen. Und zweitens werden dieser Kreativität auch immer weniger Grenzen gesetzt. Klar, Modding von Computerspielen ist kein neues Phänomen, auch Level-Editoren gibt es schon lange und zuhauf. Bereits in den 1980ern erschienen sogenannte Construction Sets, mit denen Level und ganze Games gebaut werden konnten.

Und welcher Doom-Fan erinnert sich nicht mit nostalgischer Freude an die zahlreichen Editoren, mit denen man neue Wads zusammenzimmern konnte? Längst haben Spielefirmen begriffen, dass von Usern erzeugter Content die Lebenszeit ihrer Titel massiv verlängern kann und es deshalb Sinn macht, die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Mit Minecraft wurden nutzergenerierte Inhalte endgültig zum Mainstream, die Nutzer bauten alles - vom Todesstern bis zum Kontinent Westeros. Landmark (Sony) und Project Spark (Microsoft) versuchten, die Bau-Begeisterung auf die Konsolen zu transportieren, scheiterten aber unter anderem daran, dass die beiden Editoren keine starken Marken im Rücken hatten.

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Sehr viel besser machten es Little Big Planet und das erste Super Mario Maker: Spieler schufen in ihnen teils brillante Werke, darunter voll funktionsfähige Computer und ein Remake von Final Fantasy 7.

Heute leben kreative Spieler in geradezu paradiesischen Zeiten. Ende Juni hat Nintendo den Super Mario Maker 2 herausgebracht, Sonys Spielewerkstatt Dreams ist bereits seit Mitte April 2019 im Early Access und auch Blockbuster wie Fortnite und Overwatch besitzen einen Editor. In unserem Special stellen wir kurz deren Stärken und Schwächen vor, was Zugänglichkeit, Bedienbarkeit und kreative Offenheit betrifft.

Super Mario Maker 2 (Nintendo Switch): Klempnern mit Mario

Die Stärke von Super Mario Maker 2 liegt in der schier unendlichen Variation des Wohlbekannten. Wie schrieb schon The Verge sehr treffend anlässlich des ersten Teils? "Das Bauen von Leveln in Super Mario Maker ist, als ob man eine Sprache lernt, von der man schon die meisten Vokabeln kennt." Gerade aus dieser Grundvertrautheit heraus lassen sich Bausteine, Gegner und Effekte virtuos zu etwas Neuem kombinieren. Mit der Neuauflage ist das Ganze noch etwas virtuoser geworden.

Zu den besten neuen Funktionen zählen Abhänge, flutbare Level, vertikale Parcoursverläufe sowie das Vorgeben bestimmter Erfolgsbedingungen. Man kann jetzt etwa festlegen, dass Spieler nicht einfach nur das Levelziel erreichen, sondern auch eine bestimmte Anzahl Gegner besiegen oder Münzen sammeln müssen. Auch der neue An-Aus-Knopf kommt mittlerweile in so vielen Levels zum Einsatz, dass man sich fragt, warum es ihn nicht schon früher gegeben hat.

Natürlich ist die Variation des Bekannten auch ein Nachteil, weil sie bestimmte Designideen einfach nicht zulässt. Beispielsweise kann man weder Figuren selbst modellieren noch wirklich neue 3D-Welten erschaffen. Mit anderen Worten: Super Mario Maker 2 ist kein offenes Gamedesign-Tool, sondern ein - wenn auch sehr hübscher - Walled Garden. Theoretisch könnte man in Dreams oder Little Big Planet 3 ein Super-Mario-Level bauen - aber eben nicht umgekehrt.

Was Nintendo am Unterhaltsamsten hinbekommt, ist die Heranführung der Nutzer an die Materie. Zum einen umfasst das Tutorial eine Reihe gut gemachter Videos, die jeden Aspekt der Levelgestaltung beleuchten. Zum anderen lassen sich die Level im Kampagnenmodus on-the-fly editieren: Wer an einer bestimmten Stelle nicht weiterkommt, fügt einfach ein hilfreiches Element - einen Pilz, einen Stern oder Ähnliches - hinzu. Das schärft das Verständnis dafür, wie ein Level funktioniert und an welchen Stellschrauben gegebenenfalls gedreht werden muss: Learning by Playing sozusagen.

Nintendo Switch; rund 50 Euro

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Dreams, Overwatch Workshop und Fortnite Creative 
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nachgefragt 16. Jul 2019

Wie du greifst jetzt meinen nachsatz raus um mir zu sagen ich hätte das thema verfehlt...

MickeyKay 16. Jul 2019

"nutzerfreundlicher" ist aber auch ein Bestandteil von "mächtiger". Somit widersprichst...

genussge 16. Jul 2019

Na ja "Milliarden" ist etwas übertrieben, da man Pro Spieler maximal 32 eigene Level...

KillerKowalski 15. Jul 2019

Dreams ist wirklich fantastisch. Mich hat zuerst die Idee fasziniert dort mit...


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