Dreams, Overwatch Workshop und Fortnite Creative

Dreams: Das mächtigste Werkzeug

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Das britische, zu Sony gehörende Entwicklerstudio Media Molecule (Little Big Planet 1 bis 3) hat sich für Dreams ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Mit dem Editor sollen User wirklich jedes Game erschaffen können. Der Creator Early Access ist seit dem 10. April 2019 im Playstation Store erhältlich. Eine handlungsbasierte Kampagne fehlt noch, soll aber nachgereicht werden. Ähnlich wie Super Mario Maker 2 setzt Dreams auf das Teilen und Remixen der nutzergenerierten Inhalte: Im sogenannten Dreamiverse können Spieler nicht nur ganze Games, sondern auch einzelne Elemente (Figuren, Landschaftsteile, Sounds etc.) zur Verfügung stellen.

Die Datenbank ist nach Stichworten durchsuchbar, teilweise fehlt es dennoch an Übersichtlichkeit. Der Einstieg ins Leveldesign ist anspruchsvoller als bei Super Mario Maker 2 - was natürlich auch daran liegt, dass Dreams viel mehr Möglichkeiten bietet.

In einigen grundlegenden Tutorialvideos lernen wir, wie man Würfel, Dreiecke oder Kugeln anlegt, bestehende Körper im Freihandmodus erweitert und organisch wirkende Landschaften gestaltet. Weitere Videos widmen sich Triggern - etwa dem Absenken einer Zugbrücke per Knopfdruck - und dem Einbinden externer Kreationen.

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Dreams bettet diese Aufgaben in ein Minispiel ein: Mit unserem Wichtel-Avatar müssen wir jedes Mal eine Plattform erreichen, auf der ein Wichtelkollege wartet. Das macht die Tutorialbüffelei etwas spielerischer, gleichwohl dürfte Dreams gerade auf Einsteiger etwas einschüchternd wirken. Reichlich Motivation liefern die Games, die User bereits in den ersten Monaten geschaffen haben. Kostproben gibt es auf Youtube (hier ein weiteres Beispiel). Beeindruckend ist auch ein HD-Remake von Metal Gear Solid, das User Bearskopff mit Unterstützung anderer Gamer geschaffen hat .

Die Beispiele zeigen, welch enormes Potenzial in Dreams steckt. Allerdings muss Media Molecule in den kommenden Monaten nachlegen, will es die User auch weiterhin zufriedenstellen. Einiges fehlt noch, darunter unter anderem Unterstützung von Maus und Tastatur, Tutorials und Masterclasses für bestimmte Genres, weitere Templates und bessere Suchfunktionen. Wenn Media Molecule hier liefert, ist Dreams auf dem besten Weg, das einflussreichste Spielemacher-Spiel aller Zeiten zu werden.

Playstation Store; rund 30 Euro (nur Download, Early Access)

Overwatch Workshop: Der Baller-Bastler

Der Script Editor für den Shooter-Blockbuster kam selbst für eingefleischte Fans überraschend. Zwar hatte sich die Overwatch-Community schon lange einen Map Editor gewünscht, war von Blizzard aber immer wieder vertröstet worden. Der im April 2019 veröffentlichte Workshop ist ein noch mächtigeres Werkzeug: Spieler können darin eigene Multiplayermodi mit komplexen Regeln erstellen und sogar debuggen.

Der Editor ist für Windows-PC, Playstation 4 und Xbox One verfügbar; User können ihre selbstentwickelten Scripts auch plattformübergreifend teilen. Auf Programmier-Laien wirken die Rulesets reichlich trocken und abstrakt, doch wer sich die Youtube-Anleitungen engagierter Overwatchler (ein Beispiel) anschaut, wird schnell Geschmack am Experimentieren finden.

Die Möglichkeiten des Editors sind jedenfalls gewaltig, das zeigen die Custom Games, die bereits erschaffen wurden. Ein brennender oder eisglatter Levelboden ist da noch eine vergleichsweise leichte Übung. Andere Games imitieren Super Smash Bros, inszenieren Dogfights im Weltraum oder verwandeln Overwatch in ein Battle-Royale-Game. Schade nur, dass Blizzard nicht den Import von Assets erlaubt.

Windows-PC, Playstation 4 und Xbox One; kostenlos

Fortnite Creative: Bauen auf der Insel

Das Battle-Royale-Flaggschiff Fortnite segelt nach wie vor auf einer sagenhaften Erfolgswelle. Dennoch hat Epic bereits vorgesorgt, um Spieler auch künftig bei Laune zu halten: Seit Dezember 2019 gibt es den Editor Fortnite Creative, in dem sich die Nutzer auf einer Privatinsel schöpferisch austoben können. Bis zu 16 Spieler dürfen anschließend ausprobieren, ob die Kreationen auch spielerisch etwas taugen.

Fortnite Creative orientiert sich stark an Minecraft und soll sich sogar zum Konkurrenten des Klötzchenspiels mausern. Epic fördert das Ganze seit April mit einem wöchentlichen Preisgeld-Turnier. Die bisherigen Maps - vom Portal-Klon über den Skatepark bis zum Bowser-Schloss - wissen durchaus zu beeindrucken.

Windows-PC, Playstation 4 und Xbox One; kostenlos

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 Super Mario Maker 2 & Co.: Vom Spieler zum Gamedesigner
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nachgefragt 16. Jul 2019

Wie du greifst jetzt meinen nachsatz raus um mir zu sagen ich hätte das thema verfehlt...

MickeyKay 16. Jul 2019

"nutzerfreundlicher" ist aber auch ein Bestandteil von "mächtiger". Somit widersprichst...

genussge 16. Jul 2019

Na ja "Milliarden" ist etwas übertrieben, da man Pro Spieler maximal 32 eigene Level...

KillerKowalski 15. Jul 2019

Dreams ist wirklich fantastisch. Mich hat zuerst die Idee fasziniert dort mit...



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