Ein neues Leben für 100 Münzen

Leicht enttäuscht bin ich nur von den wenigen Extras, die ich sammeln kann: 100 Münzen geben ein Zusatzleben, der Pilz macht mich größer, dank Feuerblume darf ich schießen und mit dem Stern bin ich für ein paar Sekunden unverwundbar.

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Das war's. Da bin ich aufgrund meiner Giana-Sisters-Erfahrung mehr gewohnt. Allerdings erschien das berühmt-berüchtigte Plagiat erst 1987, gute zwei Jahre nach dem großen Nintendo-Vorbild.

Ansonsten ist der Abwechslungsreichtum von Super Mario Bros. enorm. Das macht sich gerade in den ersten Welten bemerkbar und bezieht sich nicht nur auf kosmetische Veränderungen. Beispielsweise spielen sich die dunklen Untergrundabschnitte völlig anders als die Freiluftlevels, weil ich bei meinen Sprüngen auf die Decke achtgeben und geschickt über schwebende Plattformen hüpfen muss.

Noch kniffliger wird es im vierten Abschnitt einer jeden Welt. Hier gilt es, eine der Festungen von Oberbösewicht Bowser zu infiltrieren, und es wimmelt nur so vor Lavagruben und Feuerfallen.

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Am Ende des Levels muss ich obendrein einen Endboss austricksen und entweder über ihn hüpfen, um die Zugbrücke unter seinen Füßen wegzuziehen, oder ihn mehrfach abschießen. Danach bin ich noch lange nicht am Ende angelangt und meine Reise setzt sich zum nächsten von insgesamt acht Schlössern fort.

Was nach 35 Jahren gesagt werden muss!

Und nun, liebe Mario-Fans, nehmt euch in Acht: Während ich bis hierhin das massive Lob von Millionen Spielern teilen konnte, folgt jetzt etwas Gemecker. Denn mit zunehmenden Spielverlauf fallen mir dann doch ein paar Kleinigkeiten auf, die mich stören.

Das offensichtlichste Problem habe ich bereits zu Beginn dieses Artikels angedeutet: Super Mario Bros. ist kein hübsches Spiel. Vor allem der babyblaue Himmel und der grobpixelige Mario sehen meines Erachtens äußerst unattraktiv aus. Andersherum gibt es auch keine optischen Highlights zu bestaunen. Die Koopas wirken selbst im älteren Mario Bros. niedlicher.

  • So fing 1985 alles an: Der berühmte Titelbildschirm von Super Mario Bros. nebst kultiger Musik. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Wo man in früheren Spielen lediglich über seine Gegner hinweghüpfen durfte, konnte man sie in Super Mario Bros. regelrecht plätten. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Mit dem Einzug die schwebende Plattformen steigt der Schwierigkeitsgrad spürbar an. Wer hier daneben hopst, verliert sein Bildschirmleben. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Der im Zweispielermodus spielbare Luigi sieht seinem Bruder zum Verwechseln ähnlich. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Zwar ist das hier nicht der echte Bowser, jedoch sieht er genauso aus wie Marios Erzfeind. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Die Schwimmerei in den Unterwasserwelten war bereits in Super Mario Bros. eher langweilig. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Achtung, tieffliegende Fische! In diesem Level muss der Spieler mit ungewohnt viel Chaos zurechtkommen. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Jede Festung ist gespickt mit Feuerfallen, die vom Spieler gut getimte Sprünge verlangen. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Was anfangs wie ein Glitch aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eine gut versteckte Weltenanwahl. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Über solche Böden mit einzelnen Lücken kann man einfach hinwegrennen, anstatt mühsam von einem Block zum nächsten zu springen. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Spätere Welten fügen zwar keine weiteren Spielelemente mehr hinzu, erhöhen jedoch die Anzahl der Gegner und Gefahren. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Am Ende der achten Welt wartet eine Prinzessin. Wem das nicht genug ist, der kann per Knopfdruck große Teile des Spiels in einem erhöhten Schwierigkeitsgrad meistern. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
  • Acht Jahre nach der Originalversion für das NES schob Nintendo diese Adaption für das Super Nintendo nach und vereinte sie mit gleich drei Nachfolgern zum Hit-Modul Super Mario All-Stars. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)
Der im Zweispielermodus spielbare Luigi sieht seinem Bruder zum Verwechseln ähnlich. (Bild: Nintendo / Screenshot: Medienagentur Plassma)

Die Schlichtheit der Grafik wird von einer der infantilsten Musikbegleitungen der Spielegeschichte betont. Was Komponist Koji Kondo diesbezüglich abgeliefert hat, ist jenseits von Gut und Böse. Dazu muss man wissen: Weil ich mit dem C64 aufgewachsen bin, hatte ich stets meine Probleme mit dem technisch deutlich schwächeren NES-Soundchip - nur die Musik von Castlevania (1986) konnte mich vollends überzeugen.

Alte Nintendo-Spiele klangen für meine Ohren ansonsten zu schlicht und simpel - was im Übrigen auch für The Legend of Zelda galt, dessen toll komponierte Themen erst auf dem SNES richtig zur Geltung kamen. Doch für Super Mario Bros. gelang Kondo etwas Kurioses: Sein legendäres Hauptthema fühlt sich wie ein Geniestreich an, der dem Gehirn eines hochbegabten Dreijährigen entsprungen ist.

Und weil dieser kindlich-unschuldige Charme zum schrillen NES-Klang wie die Faust aufs Auge passt, ist der Soundtrack heute wie damals ein echtes Unikat.

Während mich die pseudo-bedrohliche Untergrundmelodie aus ähnlichen Gründen fasziniert, möchte ich Kondo für den drögen Sound in den Unterwasserlevels am liebsten den Hals umdrehen. Ja, die Musik erinnert durchaus an einen professionellen Walzer. Das hilft mir jedoch keinen Meter, wenn ich mit jedem weiteren Takt am liebsten einschlafen möchte.

Super Mario 3D All-Stars

Allgemein ist der Unterwasserlevel in Welt 2-2 der erste spielerische Schwachpunkt von Super Mario Bros. und begründet einen der hässlichsten Running Gags der Plattformgeschichte, demzufolge Schwimmabschnitte zu den unbeliebtesten Passagen eines jeden Jump-and-Runs gehören.

Sie bremsen nämlich die ansonsten rasante Spielgeschwindigkeit unnötig aus, zumal ich hier weder rennen noch springen darf.

Stattdessen paddele ich allzu gemütlich durch das Nass und weiche gelangweilt Fischen oder Quallen aus. Habe ich vorher eine Feuerblume geschluckt, kann ich die nervigen Viecher zumindest abschießen. Abseits davon fehlt es jedoch an Überraschungen und Geheimnissen, weil man eben keine Blöcke anspringen oder in Röhren klettern darf - von jener am Levelende einmal abgesehen.

Direkt danach folgt mit Welt 2-3 ein weiterer Designpatzer, wenn auch nur ein kleiner: Diesmal fliegen mir die Fische im wahrsten Sinne des Wortes reihenweise um die Ohren, während sie mit einem großen Satz aus dem Wasser hechten.

Ich wiederum muss wie zuvor von Plattform zu Plattform hüpfen. Ganz ehrlich, das ist mir bei all der Hektik eine Spur zu heftig. Hier hat Nintendo den ansonsten hervorragend ausbalancierten Schwierigkeitsgrad durcheinandergebracht.

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 Super Mario Bros.: Mehr Klassiker geht nichtFiese Feuerbälle 
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interlingueX 16. Sep 2020

Guter Einwand. Wobei ich bis heute noch nicht weiß, was sich alles dort versteckt, wo...

DLX23 15. Sep 2020

Schaut mal bei google nach kaizo oder grand poo World

ldlx 14. Sep 2020

Probier doch mal Faxanadu aus, falls du es irgendwo bekommst. Erinner mich dran, dass ich...

pythoneer 14. Sep 2020

Ein schönes Video über Welt 4-2 https://www.youtube.com/watch?v=i1AHCaokqhg

LH 14. Sep 2020

Abgesehen von der Steuerung, natürlich ;) Aber mal ernsthaft, GS war und ist ein mäßiger...



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