Sunrise UPC: US-Konzern setzt Huawei-Netzausrüstung bei 5G ein

In der Schweiz kauft der US-Konzern Liberty Global seine Mobilfunkausrüstung weiter bei Huawei ein.

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Powerstar von Huawei
Powerstar von Huawei (Bild: Huawei)

Um die Energieeffizienz seines 5G-Mobilfunknetzes zu steigern, hat Sunrise UPC die Energiespartechnik Powerstar eingeführt. Das gab das Schweizer Unternehmen am 4. März 2021 bekannt. "Die Technologie stammt von unserem Technologie-Partner Huawei", sagte Unternehmenssprecher Rolf Ziebold Golem.de auf Anfrage.

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Mit Powerstar will Sunrise UPC den Stromverbrauch des 5G-Netzes um rund 4 GWh pro Jahr reduzieren, was dem jährlichen Stromverbrauch einer kleinen Schweizer Gemeinde mit rund 650 Einwohnern entspricht. Sunrise schloss im Jahr 2013 und UPC im Jahr 2014 eine Vereinbarung zur Steigerung der Energieeffizienz mit der Schweizer Bundesregierung.

Der US-Kabelnetzbetreiber Liberty Global übernahm die Schweizer Sunrise im August 2020. Dabei wurde der zweitgrößte Schweizer Mobilfunkbetreiber mit 6,3 Milliarden Euro bewertet. Ziel von Liberty Global war es, Sunrise mit UPC Schweiz, seiner TV-Kabelnetztochter in dem Land, zusammenzulegen.

Liberty Global setzt weiter auf 5G aus China

Doch Sunrise setzt bei seinem Mobilfunknetz traditionell auf den chinesischen Konzern Huawei als Ausrüster. Sunrise erreicht beim 5G-Ausbau nach eigenen Angaben überall Datenraten von bis zu 2 GBit/s und eine hohe Abdeckung.

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Interessant ist dabei, dass John Malone, der Chairman von Liberty Global, zur Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident 250.000 Dollar spendete. Greg Maffei, Chef von Liberty Media, spendete ebenfalls 250.000 US-Dollar, wie auch jeweils Liberty Media und Liberty Interactive. Trump ließ Huawei in den USA verbieten und startete wegen unbewiesener Sicherheitsprobleme und Hintertüren eine weltweite Kampagne gegen den Einsatz der Technik des 5G-Ausrüsters in 5G-Netzen.Der Logik von Trump folgend hätte Liberty Global nach der Übernahme das gesamte Netz neu bauen müssen, was aber nicht passierte.

Huawei brachte seine Powerstar-Technik auf den Markt und gewann damit im Jahr 2020 einen Preis der Branchenorganisation GSMA. Powerstar soll Energiesparziele erreichen, ohne die Netzwerkleistung und die Benutzererfahrung zu beeinträchtigen. Eine KI und andere Technologien unterstützen Energiesparfunktionen und ermöglichen die Konfiguration von Energiesparparametern. Der Einsatz ist in 2G-, 3G-, 4G- und 5G-Netzwerken auf Geräte-, Standort- und Netzwerkebene möglich.

Der Chaos Computer Club erklärte in einer Sachverständigenauskunft zum Entwurf des neuen IT-Sicherheitsgesetzes in dieser Woche: "Schon heute sind europäische Netzwerkkomponenten nicht in der Lage, mit chinesischen Produkten zu konkurrieren: Chinesische Anbieterinnen liefern inzwischen technisch überlegenes Equipment zu günstigeren Preisen." Es sei daher nachvollziehbar, dass deutsche und europäische Mobilfunknetze zu großen Teilen mit chinesischer statt europäischer Technik ausgerüstet würden.

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