Sunrise: 5G bei 700 MHz bis 2.600 MHz nicht viel besser als 4G+

Sunrise baut derzeit ausschließlich sein 5G-Netz im 3,5 GHz-Bereich mit bis zu 2 GBit/s aus. Das gab der zweitgrößte Schweizer Mobilfunkbetreiber am 1. November 2019 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Ein 5G-Ausbau in den bestehenden Frequenzen bei 700 MHz bis 2.600 MHz "würde zwar den Vorteil bringen, rasch eine breitflächige 5G-Abdeckung zu bieten, kompatible Geräte sind aber kaum verfügbar und die Verbindungsgeschwindigkeiten unterscheiden sich nicht wesentlich von 4G+" .
Dieser Ausbau biete eine qualitativ gute Alternative, um langsame Festnetzanschlüsse zu ersetzen. In Deutschland wurden die ersten Frequenzen für 5G in den Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz versteigert. Diese werden laut Deutscher Telekom die neuen Übertragungsraten von bis zu zehn Gbit/s aufnehmen.
"Die Schweiz ist in Europa bei 5G mit großem Abstand an der Spitze. Wir sind stolz, dass wir mit dem größten 5G-Netz einen Betrag dazu leisten können. Die Rückmeldungen sind sehr positiv" , sagte Olaf Swantee, Chef von Sunrise. Sunrise versorgt nach eigenen Angaben rund 309 Städte und Orte mit 5G. Mit Lampsites wird eine 5G-Versorgung innerhalb von Gebäuden hergestellt. Sunrise will das 5G-Netz so rasch wie möglich in allen Regionen ausbauen und konzentriert sich dabei auf die Kantone und Gemeinden, die einen raschen Ausbau wollen. 5G-Ausrüster von Sunrise ist der chinesische Technologiekonzern Huawei.
Die Swisscom führt 5G auf verschiedenen Frequenzen ein: Die Frequenzen 1.800 und 2.100 MHz seien eher für die Abdeckung geeignet und die 3.500-MHz-Frequenz biete hohe Kapazität und Geschwindigkeit, aber keine große Abdeckung. "Darum unterscheiden wir zwischen 5G Fast - großer Datendurchsatz, kleine Abdeckung - und 5G Wide - schweizweite 5G-Abdeckung mit geringerem Datendurchsatz" , erklärte Swisscom-Sprecherin Sabrina Hubacher Golem.de im April 2019.