Sunny Balwani: Theranos-Präsident ebenfalls schuldig gesprochen

Die Jury hat einstimmig entschieden, dass auch der ehemalige Präsident von Theranos und Vertraute von Elizabeth Holmes schuldig ist.

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Sunny Balwani bei einem Gerichtstermin
Sunny Balwani bei einem Gerichtstermin (Bild: REUTERS/Brittany Hosea-Small/File Photo)

Ein Gericht in den USA befand den ehemaligen Präsidenten und COO des Start-ups Theranos Sunny Balwani in allen zwölf Anklagepunkten für schuldig. Das berichtet Ars Technica unter Berufung auf Unterlagen des US-Justizministeriums. Balwani drohen bis zu 20 Jahre Haft und eine Strafe von 250.000 US-Dollar pro vorgeworfenem Fall von Betrug und Verabredung einer strafbaren Handlung.

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Balwani war der Präsident von Theranos und Komplize von dessen CEO Elizabeth Holmes. Holmes wurde Anfang 2022 bereits wegen Betrugs an Investoren verurteilt, das Strafmaß steht in ihrem Fall ebenfalls noch aus. Theoretisch könnte Holmes für 80 Jahre ins Gefängnis kommen, Experten gehen aber von einem milderen Urteil aus.

Balwani baute nach Überzeugung der Jury zusammen mit Holmes ein Betrugssystem auf, in dem Investoren wissentlich mit falschen Behauptungen in die Irre geführt wurden. Balwani und Holmes waren zwischenzeitlich auch liiert. Von Balwani soll die Aussage stammen, dass er für alles bei Theranos verantwortlich sei.

Theranos wollte Blutuntersuchungen revolutionieren

Theranos hatte eine Revolution in der Blutuntersuchung versprochen. Mit nur einem Tropfen Blut sollten alle gängigen Tests durchgeführt werden können - auch solche, die eigentlich wesentlich mehr Blut erfordern. Dafür wollte das Unternehmen eine eigene Analysemaschine namens Edison bauen.

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Im Laufe der Entwicklung zeigte sich aber, dass das versprochene System nicht funktioniert. Holmes und Balwani warben nach Überzeugung der Gerichte dennoch weiter für den Erfolg von Theranos' Idee und sammelten Investorengeld. Zu den Unterstützern zählten zahlreiche prominente Unternehmer und Politiker.

Als Theranos Behauptungen nicht mehr haltbar waren, kam heraus, dass die Newton-Maschinen nur wenige Tests beherrschten. Ein Großteil der Tests war offenbar auf handelsüblichen Maschinen anderer Hersteller durchgeführt worden.

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