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Sundar Pichai: Auf Google kommen weniger sonnige Tage zu

Das sagte der CEO von Google in einem internen Memo, das Sparmaßnahmen ankündigt.
/ Daniel Ziegener
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Sundar Pichai schwört seine Angestellten auf Sparmaßnahmen ein. (Bild: Google)
Sundar Pichai schwört seine Angestellten auf Sparmaßnahmen ein. Bild: Google

Google reiht sich in die Liste von Tech-Unternehmen ein, die in der zweiten Jahreshälfte ihre Neueinstellungen stark reduzieren werden. Google- und Alphabet-CEO Sundar Pichai kündigte dies in einer Rundmail an seine Angestellten an, die der Redaktion von The Verge vorliegt(öffnet im neuen Fenster) . Die Einstellung neuer Mitarbeiter wird demnach nicht komplett gestoppt, aber streng geprüft.

"Aufgrund der in diesem Jahr bisher erzielten Einstellungsfortschritte werden wir das Einstellungstempo für den Rest des Jahres verlangsamen" , schreibt Pichai in dem internen Memo. Für die Jahre 2022 und 2023 werden sich Neueinstellungen demnach vor allem auf kritische technische Rollen beschränken. Allein im zweiten Quartal 2022 stellte Google Pichais Angaben zufolge 10.000 neue Beschäftigte ein.

Der Manager stellte seine Belegschaft auch auf weitere Sparmaßnahmen ein: "In Zukunft müssen wir unternehmerischer sein, mit größerer Dringlichkeit, schärferem Fokus und mehr Hunger arbeiten, als wir es an sonnigeren Tagen gezeigt haben" , schreibt er. Das könne auch bedeuten, redundante Investitionen und Prozesse zu konsolidieren. Projekte könnten nach Priorität unterbrochen werden. "Es liegt an uns allen, das Unternehmen effizienter zu machen – wir werden mehr Möglichkeiten für Sie schaffen, sich zu engagieren und Ideen auszutauschen, um zu helfen, also bleiben Sie dran."

Tech-Konzerne fürchten eine Rezession

Google ist nicht das einzige Unternehmen, das sich mit Sparmaßnahmen auf einen drohenden wirtschaftlichen Abschwung vorbereitet . In einem internen Memo schlug Meta-CPO Chris Cox ähnliche Töne an und warnte davor, dass "der Gegenwind heftig ist" .

Im Juni 2022 wurde in den USA die bisher höchste Zahl an Entlassungen im Technologiebereich verzeichnet. Schon Ende Mai zeichnete sich ab, dass Unternehmen wie Netflix , Uber und Twitter das Personalwachstum stoppen oder sogar Mitarbeiter entlassen.

Auch Niantic-CEO John Hanke sagte kürzlich im Interview mit Golem.de , dass er sein Unternehmen auf die Gefahr einer Rezession vorbereite. Der Entwickler von Pokémon Go kündigte erst kürzlich Massenentlassungen an .


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