Wo kommt das Kohlendioxid her?

Einer der Partner bei Solarjet, der Mineralölkonzern Shell, hat aus dem darin gewonnenen Synthesegas Kerosin erzeugt und dieses dann untersucht. "Man konnte sehen: Das Kerosin entspricht genau den Vorgaben, die gefordert sind. Man kann also tatsächlich sagen: Aus Wasser, Kohlendioxid und Licht wurde das Kerosin hergestellt" sagt Sattler.

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Das synthetische Kerosin hatte genau die gleichen Eigenschaften wie das konventionelle, aus Erdöl hergestellte. Das ist sehr wichtig: Es muss mit der gleichen Temperatur verbrennen und das gleiche chemische Verhalten aufweisen. Denn nur, wenn es den strengen Vorgaben genügt, kann es für die Luftfahrt zugelassen werden.

Bezogen auf die Umwelt können synthetische Kraftstoffe besser sein als die fossilen: So lässt sich etwa ihre Zusammensetzung besser einstellen. Das wiederum hat zur Folge, dass bei der Verbrennung weniger Feinstaub freigesetzt wird. Außerdem kann der synthetische Brennstoff eine neutrale Kohlendioxidbilanz aufweisen, wenn das Kohlendioxid aus der Luft gewonnen wird. Zwar wird bei der Verbrennung wie bei fossilem Brennstoff Kohlendioxid freigesetzt. Doch wurde das Gas zuvor für die Herstellung eingesetzt - es ist also mehr oder weniger ein Nullsummenspiel.

Allerdings kein einfaches: Denn das Kohlendioxid, das für die Herstellung des Synthesegases benötigt wird, muss irgendwo herkommen. Zwar ist im Zuge der Klimaerwärmung davon die Rede, dass die Konzentration des Kohlendioxids in der Atmosphäre steigt. Um es aus der Luft zu gewinnen, ist die Konzentration jedoch zu gering: etwa 400 parts per million, was es sehr aufwendig und damit teuer machen würde, das Kohlendioxid aus der Luft zu extrahieren.

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Das gilt auch für die Lösung, das Kohlendioxid zu nutzen, das aus Industrieabgasen abgeschieden wird. "Da gewinnt man aber nicht viel, weil man mit einem schlechten Wirkungsgrad Kohlendioxid aus den Abgasen extrahiert, um es dann wieder zu verbrennen. Man verzögert also nur die Emission in die Umwelt um einen kurzen Zeitraum", sagt Sattler. Es wird darüber debattiert, ob das eine vorteilhafte Kohlendioxidbilanz ergibt.

Eine Alternative könnte die Gewinnung von Kohlendioxid aus Biomasse sein. Jedoch reicht laut dem Bauhaus Luftfahrt, das das Projekt koordiniert, die Anbaufläche nicht aus, um den Bedarf der Luftfahrt zu decken. Vielversprechend erscheint die Baustoffindustrie: Bei der Zementherstellung wird Kohlendioxid freigesetzt, das sich dafür einsetzen ließe.

Das dürfte das jedoch erst relevant werden, wenn das in industriellem Maßstab umgesetzt wird.

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 Sun to Liquid: Wie mit Sonnenlicht sauberes Kerosin erzeugt wirdSauberer Kraftstoff für Flugzeuge und Schiffe 
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itse 04. Jul 2018

ok... cpxl.golem.de blocken hat's gebracht. forum.golem und www.golem.de wiederum sorgen...

plutoniumsulfat 21. Jun 2018

Klar ist das raus. Die Antwort lautet eindeutig ja.

TöffTöff 18. Jun 2018

... Leider würde sie damit aber ihr Ziel unserer Umvolkung verfehlen. Sch... Zielkonflikt!

Ach 18. Jun 2018

Auf das um sich werfen mit aus-der-hohlen-Hand-Superlativen antworte ich schon gar nicht...

bofhl 18. Jun 2018

Überleg' dir mal, wie viel Strom so eine Ladevorrichtung für ein Flugzeug der Größe einer...



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