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Summit Ridge: AMD zeigt Wafer mit Zen-CPUs

Ein kleiner Ausblick auf einen großen Hoffnungsträger: AMD hat ein Foto eines Wafers mit Summit-Ridge-Chips präsentiert. Die CPUs nutzen acht Zen -Kerne und eine neue Cache-Struktur. Interessant sind zudem die Aussagen zur Effizienz und Geschwindigkeit.
/ Marc Sauter
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Wafer mit Summit-Ridge-Dies (Bild: AMD)
Wafer mit Summit-Ridge-Dies Bild: AMD

AMD hat auf dem alljährlichen Shareholder-Meeting neue Informationen zu kommenden CPUs bekanntgegeben. Die als Summit Ridge bezeichneten Chips nutzen Zen-Kerne und sollen zuerst im Desktop-Segment veröffentlicht werden. In der Live-Präsentation(öffnet im neuen Fenster) vor den Analysten zeigte AMD eine Folie, auf der ein Wafer mit Summit-Ridge-Dies zu sehen ist. Im nachträglich online gestellten PDF(öffnet im neuen Fenster) fehlt dieses Bild, stattdessen hat der Hersteller einen Die-Shot von Carrizo eingebaut. Offenbar möchte AMD hochaufgelöstes Material vermeiden.

Der Die-Shot von Summit Ridge aus der Webpräsentation ist zwar niedrig aufgelöst, einige Details sind aber problemlos erkennbar: Jeder Chip besteht aus zwei Blöcken mit jeweils vier Zen-Kernen samt Caches. Jedem Cluster zugeordnet sind früheren Informationen zufolge ein 512 KByte fassender L2-Puffer pro Kern und eine 8 MByte große L3-Cache-Partition. Ebenfalls gut zu sehen auf dem Die-Shot ist das am Rand sitzende DDR4-Speicherinterface.

Was das Foto nicht zeigt, ist die ungefähre Größe eines Chips, da keine Anhaltspunkte für einen Dimensionsvergleich gegeben sind. Allenfalls die Maße des L3-Caches könnten interpoliert werden, das 14LPP-Fertigungsverfahren ermöglicht allerdings unterschiedliche Packdichten. Das 8-Kern-Die ist für Desktop-Systeme und später für kleine Server gedacht. Vier solcher Dies in einem Multi-Chip-Package (MCM) agieren so als 32-Kern-Opteron -Prozessor (Naples).

In der Präsentation vergleicht AMD den neuen Summit Ridge mit Orochi, so heißt das Die von Zambezi, dem ersten Bulldozer-basierten FX-Chip. Der Balken ist doppelt so lang, jedoch ohne Y-Achse und somit wertlos. Im Anhang befinden sich wenig überraschend auch keine Messwerte, wie es sonst der Fall bei solchen Darstellungen ist. AMDs Marketing-VP John Taylor sagte aber(öffnet im neuen Fenster) , Zen-basierte CPUs sollen sich bei Geschwindigkeit und Leistungsaufnahme mit Intels Portfolio messen können. AMD sei näher an Intel dran als je zuvor.


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