Suicide Squad: Warner Bros erntet Kritik für Aussage zu Live-Service-Games

Trotz des Flops von Suicide Squad: Ein Manager von Warner Bros sorgt mit Aussagen zu Singleplayer und Live Service für Kopfschütteln.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Suicide Squad - Kill the Justice League
Artwork von Suicide Squad - Kill the Justice League (Bild: Warner Bros Games)

Das Filmstudio Warner Bros will mit seinen Computerspielen verstärkt auf Live-Service-Angebote setzten – obwohl es selbst gerade mit dem Live-Service-Titel Suicide Squad einen millionenschweren Flop gelandet hat.

Konkret sagte der Manager J.B. Perrette laut Gamespot bei einer Konferenz zu Analysten: "Anstatt nur ein Once-and-Done-Konsolenspiel auf den Markt zu bringen, könnten wir ein Spiel etwa rund um Hogwarts Legacy oder Harry Potter entwickeln, das Live-Service ist, und bei dem die Menschen in dieser Welt leben, arbeiten, bauen und spielen."

Unter anderem der Verweis auf Hogwarts Legacy sorgt für Kritik aus der Spielebranche. Das im Januar 2023 veröffentlichte Action-Adventure war mit 24 Millionen Exemplaren der weltweit meistverkaufte Vollpreistitel im Jahr 2023. Im Januar 2024 stand das Spiel in der globalen Bestsellerliste auf Platz 6.

Der einflussreiche Marktforscher Mat Piscatella (Circana) lästerte auf der Plattform X: "Ich würde das nicht wirklich Once and Done nennen, aber was weiß ich schon." Andere Brancheninsider äußern sich ähnlich kritisch.

Der Fokus von Warner Bros auf Live Service ist auch deshalb überraschend, weil das Unternehmen fast genau ein Jahr nach Hogwarts Legacy mit dem gerade veröffentlichten Actionspiel Suicide Squad (Test auf Golem.de) einen sehr teuren Flop verbuchen muss – was auch Warner Bros selbst schon einräumte.

Ein Problem von Suicide Squad ist das auf Live Service ausgerichtete Design, das zu sehr generischen Aufgaben ohne eine dramatische Entwicklung führt, sowie viele auf Dauer eintönige Sammelaufgaben.

Live-Service-Games sind teuer

Aus Sicht eines Managers wie J.B. Perrette mag Live Service spannend sein, weil so dauerhafte Geld in die Kasse kommt. In den vergangenen Monaten gab es in er Spielebranche aber auch immer mehr Kritik an dem Geschäftsmodell.

Das liegt zum einen an den hohen Kosten für ständig neue Updates und Erweiterungen. Zum anderen gilt der Markt für derartige Titel als gesättigt. Wer sich einmal in Fortnite oder World of Warcraft eingearbeitet und dort Freunde hat, wechselt nur ungern langfristig zu einem anderen Angebot.

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nille02 07. Mär 2024 / Themenstart

Ja, und die wenigen Erfolgreichen Verblenden die Industrie das es das nächste große Ding...

Garius 06. Mär 2024 / Themenstart

Tut man das? Klar, gibt für jedes Haus eine eigene Mission. Aber am Ende führen doch...

Kakiss 06. Mär 2024 / Themenstart

Bei kleineren Studios ist die Vision eben oft präsenter und kann besser ans Team...

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