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Südkorea: Startprobleme im größten 5G-Netz der Welt

Die Probleme beim Networking zwischen LTE und 5G könnten eine ganz einfache Ursache haben. Golem.de hat dazu mit zwei Experten gesprochen.

Artikel veröffentlicht am ,
Einer der ersten 5G-Nutzer in Südkorea
Einer der ersten 5G-Nutzer in Südkorea (Bild: Jung Yeon-Je / AFP)

Das Networking der neuesten Mobilfunkgeneration war "trotz aller prinzipiellen Vorbereitungen immer zu Anfang der Einführung ein Thema". Das sagte ein Experte für Mobilfunkausrüstung Golem.de auf Anfrage zu Problemen von 5G-Nutzern in Südkorea. Dort ist der Ausbau des neuen Standards weltweit am weitesten fortgeschritten.

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"5G hat auch dort beispielsweise keine Flächendeckung beziehungsweise kontinuierliche Coverage", sagte der Experte. Deswegen könne "es schon mal Probleme geben". Die Ursache sei eventuell ein noch nicht eingeschaltetes, oder noch nicht eingesetztes Feature beim Networking.

Das Wall Street Journal hatte berichtet, dass ein 5G-Nutzer in Südkorea sich darüber beschwert habe, dass sein Smartphone die Verbindung häufig verloren habe, als er Seoul verließ, um in eine benachbarte Stadt zu fahren. Bei einem anderen sei die Verbindung häufig unterbrochen worden, wenn das Telefon zwischen 5G und 4G hin- und her gewechselt habe. Auch sei der Unterschied zu 4G bei der Datenrate kaum merklich.

SK Telecom und KT, die beiden größten Betreiber des Landes, gaben im April 2019 an, die ersten 5G-Smartphone-Nutzer der Welt zu haben. LG Uplus hatte im April bereits 18.000 5G-Basisstationen in Seoul und Umgebung sowie in einigen Großstädten eingerichtet. Der Netzbetreiber hatte angekündigt, im ersten Halbjahr 50.000 Basisstationen zu installieren. In welchen Netzen die Probleme auftreten, teilte das Wall Street Journal nicht mit.

Kritiken an 5G-Nutzung seien "Schwachsinn"

Laut Tobias Dirking, der auf seinem Youtube-Kanal Tobske die ersten 5G-Netze ausführlich testet, bestehen die Probleme in Deutschland so nicht. "5G wird insgesamt deutlich negativer dargestellt, als es ist", sagte er zu dem Bericht aus Südkorea. Sich gegen die Nutzung auszusprechen, hält er für "Schwachsinn".

Das 5G-Band N78 steht im Download für 3.300 bis 3.800 MHz und im Upload bei 3.300 bis 3.800 im Duplex-Modus TDD. Das Handover mit N78 funktioniere ganz hervorragend, bei Vodafone und der Deutschen Telekom mit zwei von derzeit drei erhältlichen 5G-Modems. Nur sein Samsung-Exynos-Modem bereite in den Tests manchmal Probleme beim Zellwechsel und der Einwahl in das 5G-Netz aus den älteren Netzstandards heraus. Das Huawei Balong 5000 und Snapdragon-Modem hätten keine Schwierigkeiten bei N78 5G-NSA im Netz der Deutschen Telekom und Vodafone. "Das Handover habe ich mit Samsungs, Huaweis und Snapdragons 5G-Modem im Galaxy S10 5G, Huawei Mate20x 5G und Xiaomi Mi Mix 3 5G mehrfach im Auto, in Bus und Bahn getestet", erklärte Dirking.

Dass der Nutzer den Unterschied bei der Download-Datenrate kaum bemerke, könne daran liegen, dass der LTE-Ausbau in Südkorea mit mehr Kapazitäten vorangetrieben werde, als dies bisher in Deutschland der Fall sei. "Das haben wir in Deutschland eher weniger, mehr als 300 MBit/s bei LTE sind hier äußerst selten. Zudem gibt es in Deutschland viele 'Einzelfälle', bei denen Netzbetreiber mit sehr sparsamen Ausbau LTE in die Städte bringen. Dann versorgt ein LTE-Band ohne Carrier Aggregation mehrere Einkaufsstraßen oder große Wohngebiete. Die User sehen LTE im Display, aber die Geschwindigkeit ist dauerhaft unter 1 MBit/s, da nicht mehrere Bänder zum LTE-Ausbau genutzt werden, obwohl möglich nutzbare Frequenzen den Netzbetreibern zugeteilt sind und verfügbar wären." Je mehr Nutzer die neuen Frequenzbänder mit 5G (N78) nutzten, desto performanter würden unsere Netze durch die Entlastung der alten Technologien, wenn die neuen Frequenzen und 5G-Technologien schnell und gezielt dort ausgebaut würden, wo es benötigt werde, sagte er weiter.

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Tuffi 07. Jan 2020

Ja. Der Artikel ist recht wirsch geschrieben. Was nun xas Feature ist und was es tut...


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