Südafrika: MTN will Telkom für 1,3 Milliarden US-Dollar kaufen

Damit würde der größte Mobilfunkbetreiber Südafrikas vor Vodacom entstehen. Doch es dürfte regulatorische Probleme geben.

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Werbung zum Umstieg von Kupfer auf Glasfaser von Telkom in Südafrika
Werbung zum Umstieg von Kupfer auf Glasfaser von Telkom in Südafrika (Bild: Telkom)

Die südafrikanische MTN befindet sich in Gesprächen über den Kauf des kleineren inländischen Konkurrenten Telkom. Das gaben Afrikas größter Mobilfunkanbieter MTN Group und Telkom am 15. Juli 2022 an der Börse in Johannesburg bekannt (PDF). Das fusionierte Unternehmen wäre nach Anzahl der Kunden der größte südafrikanische Mobilfunkanbieter.

Das Mobilfunknetzwerk von Telkom wurde als 8ta gegründet und heißt nun Telkom Mobile Die Gespräche befänden sich aber noch in einem frühen Stadium und könnten auch noch abgebrochen werden. MTN erklärte in seiner Börsenmitteilung, man werde den Betreiber durch Aktien oder eine Kombination aus Aktien und Barmitteln bezahlen, sollten die Verhandlungen voranschreiten. Telkom hat einen Börsenwert von 1,3 Milliarden US-Dollar.

Telkom ist Südafrikas drittgrößter Mobilfunkbetreiber. GSMA Intelligence schätzt, dass das Unternehmen im zweiten Quartal 16,8 Millionen Nutzer hatte, verglichen mit 39 Millionen bei MTN und 51,4 Millionen beim Marktführer Vodacom.

Telkom betreibt Festnetz und Mobilfunk und ist in mehr als 38 Ländern auf dem afrikanischen Kontinent tätig. Der Konzern ist mehrheitlich privatisiert und befindet sich zu rund 39 Prozent in Staatsbesitz. Ein Zusammengehen von MTN und Telkom dürfte jedoch auf regulatorische Probleme stoßen.

Airtime: Südafrika ist ein Prepaid-Land

In dem Land ist die absolute Mehrheit der Mobilfunkverträge prepaid. Die Südafrikaner nennen Mobilfunkguthaben Airtime, um dessen Erwerb und Finanzierung sich ein gewisser Teil des täglichen Lebens dreht.

Vodacom ist mit 44,3 Millionen Kunden der führende Mobilfunkbetreiber in Südafrika, davon sind 38,2 Millionen Prepaid- und nur 6 Millionen Vertragskunden. Die Gesamtkundenzahl im afrikanischen Ausland beträgt 38,2 Millionen, eigene Netze betreibt Vodacom in Tansania, der Demokratischen Republik Kongo, Mosambik und Lesotho. Die britische Vodafone ist seit längerer Zeit Mehrheitseigner von Vodacom. Derzeit beträgt der Anteil des britischen Konzerns 60,5 Prozent. Der Government Employees Pension Fund (GEPF) hält 23,54 Prozent.

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