Südafrika: Google nutzt TV-Frequenzen für Breitbandinternet

Google startet eine Versorgung mit Breitbandinternet über ungenutzte TV-Frequenzen für zehn Schulen im Großraum Cape Town in Südafrika. Das gab das Unternehmen in seinem Blog bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Das Internet wird in Südafrika meist über Prepaid-Verträge auf dem Smartphone genutzt. Festnetzmodem- und DSL-Zugänge sind vergleichsweise teuer und die Verbindungen werden häufig durch Kabeldiebstähle unterbrochen.
"White Space hat den Vorteil, dass niederfrequente Signale über längere Strecken übermittelt werden können. Die Technik ist gut geeignet, um bei geringen Kosten Konnektivität in ländlichen Gemeinden mit schlechter Telekommunikationsinfrastruktur bereitzustellen, und für den Ausbau der Reichweite von Funk-Breitband in dicht besiedelten städtischen Gebieten" , erklärte Fortune Mgwili-Sibanda, Public Policy Manager bei Google South Africa.
Google hat 2010 in den USA einen ersten Versuch mit ungenutzten TV-Frequenzen durchgeführt. Im Oktober 2011 führte der Internetkonzern in Johannesburg zusammen mit Partnern einen Workshop zu White Spaces durch, bei dem die Telekommunikationsbehörde Icasa (Independent Communications Authority of South Africa) die Zustimmung zu dem Feldversuch gab.
Das Netz wird über drei Sendestationen an der Stellenbosch University in Tygerberg, Cape Town, errichtet(öffnet im neuen Fenster) und versorgt zehn Schulen. Ziel sei zu beweisen, dass das ungenutzte Funkspektrum für die Internetversorgung nutzbar sei, ohne vorhandene Dienste und den TV-Empfang zu stören, sagte Mgwili-Sibanda. Er hoffe, dass in weiteren Teilen des Landes und in anderen afrikanischen Ländern ähnliche Versuche möglich seien.