Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Suchmaschinenoptimierung: Google erlaubt Opt-out für KI-Suchergebnisse

Webmaster erhalten die Option, ihre Domains gezielt von den KI-gestützten Suchfunktionen von Google auszuschließen.
/ Nils Matthiesen
3 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Google bringt Opt-out für KI-Suche (Symbolbild) (Bild: NICOLAS MAETERLINCK / BELGA MAG / Belga / AFP via Getty Images)
Google bringt Opt-out für KI-Suche (Symbolbild) Bild: NICOLAS MAETERLINCK / BELGA MAG / Belga / AFP via Getty Images

Google reagiert auf den anhaltenden Druck von Verlagen und führt eine Änderung für seine KI-gestützten Suchfunktionen ein(öffnet im neuen Fenster). Mehr als drei Jahre nach dem Beginn des Rollouts von AI Overviews und rund ein Jahr nach dem US-Start des sogenannten AI Mode für Google-One-AI-Premium-Abonnenten stellt der Suchmaschinenkonzern Websitebetreibern damit eine Option zur Verfügung, mit der sie ihre Domains aus diesen generativen KI-Suchergebnissen ausschließen können.

Die Steuerung erfolgt über einen neuen Schalter innerhalb der Google Search Console. Damit bestimmen Webmaster selbst, ob ihre Webseiten in den KI-Antworten auftauchen oder zur Untermauerung dieser Funktionen herangezogen werden.

Der US-Konzern testet die neue Funktion zunächst mit einer kleinen Gruppe von Domaininhabern im Vereinigten Königreich, bevor eine weltweite Bereitstellung erfolgt. Laut Google hat der Verzicht auf die KI-Funktionen keine Auswirkungen auf das klassische Suchmaschinen-Ranking. Seiten, die sich gegen die Teilnahme entscheiden, erhalten folglich keine Aufrufe oder Impressionen über die generativen KI-Features, werden jedoch außerhalb dieser Funktionen im herkömmlichen Ranking nicht herabgestuft.

Parallel dazu kündigte Google neue Einblicke in der Search Console an, die Webmastern laut dem Blogpost Metriken und mehr Informationen darüber liefern sollen, welche ihrer Seiten in KI-Antworten erscheinen.

Verlage zeigen zunehmenden Unmut

Der Schritt folgt auf wachsende Spannungen zwischen dem Technologiekonzern und den Medienhäusern, welche die Inhalte für die KI-Systeme liefern. Der Chef des Medienunternehmens Condé Nast, Roger Lynch, verdeutlichte das Ausmaß des Unmuts in einem Interview mit dem Branchennetzwerk TBPN(öffnet im neuen Fenster). Er habe seine Teams angewiesen, strategisch so zu planen, als ob es keine Websuche mehr gäbe, um Seitenaufrufe und Einnahmen anderweitig zu sichern.

Zwar erwarte man keinen vollständigen Einbruch der Zugriffe auf null, doch dürften Verweise von Google künftig nur noch einen einstelligen Prozentsatz des gesamten Datenverkehrs ausmachen. Bereits im Vorfeld hatte Lynch geäußert, dass die Google-Suche kein bedeutender Traffic-Bringer mehr sei.

Größtes Upgrade der Suchleiste erhöht Druck

Zusätzliche Dynamik erhielt die Debatte durch Googles Entwicklerkonferenz I/O 2026. Dort präsentierte das Unternehmen ein dynamisches Suchfeld, das sich komplexen Anfragen anpasst und neben Videos, Bildern und Dateien sogar geöffnete Browser-Tabs von Chrome verarbeitet.

Google bezeichnete das neue Suchfeld als das größte Upgrade der Suchleiste seit über 25 Jahren. Diese Neuerungen verstärkten in der Medienbranche Befürchtungen über drastische Einbußen bei den klassischen Klickzahlen. Google betont nun, aktiv auf das Feedback von Publishern und Urhebern zu hören. Zudem stehe das Unternehmen im Austausch mit Regulierungsbehörden wie der britischen Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority, um Websitebetreibern passende Werkzeuge bereitzustellen.


Relevante Themen