Suchmaschinen: Huawei könnte bei Google-Konkurrent Qwant einsteigen

Die französische Suchmaschine Qwant macht weiterhin mehr Verluste als Umsatz. Das Geld von Huawei kann sie daher dringend gebrauchen.

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Qwant wirbt mit seinem datenschutzfreundlichen Suchangebot.
Qwant wirbt mit seinem datenschutzfreundlichen Suchangebot. (Bild: Qwant)

Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei will den französischen Suchmaschinenbetreiber Qwant finanziell unterstützen. Wie das Magazin Politico berichtete, könnte Huaweis Venture-Capital-Tochter Hubble dazu eine Wandelanleihe in Höhe von acht Millionen Euro zeichnen. Die Anleihe könnte in zwei Jahren in Firmenanteile zwischen 5 und 7,5 Prozent umgewandelt werden.

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Qwant ist im Jahr 2013 als datenschutzfreundliche Alternative zu Google an den Start gegangen. Doch das Unternehmen machte in den vergangenen Jahren weiterhin hohe Verluste. Laut Politico lagen diese im Jahr 2020 bei 13 Millionen Euro, 2019 bei 23 Millionen Euro und 2018 bei 11,2 Millionen Euro. Dem standen deutlich niedrigere Umsätze in Höhe von 7,5 Millionen Euro (2020), 5,3 Millionen Euro (2019) und 3 Millionen Euro (2018) gegenüber. Immerhin konnte der Umsatz in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt werden.

Dem Bericht zufolge hat Qwant-CEO Jean-Claude Ghinozzi die Anteilseigner am 18. Mai 2021 um Zustimmung zur dreijährigen Wandelanleihe gebeten. Der Zinssatz liege bei 4,5 Prozent. Die Caisse des Dépôts soll ihre Zustimmung zum möglichen Einstieg der Chinesen erteilt haben. Der Bank sei versichert worden, dass Huawei nicht in der Lage sei, die Anleihe wie gewünscht in Anteile umzuwandeln. Laut Politico heißt es in einem Dokument, dass Huawei "behördliche Genehmigungen" für den Einstieg einholen müsse. Die Beteiligten hätten sich auf Anfrage jedoch nicht dazu äußern wollen, wer diese Genehmigungen erteilen müsse.

Ein Qwant-Sprecher verwies demnach auf die seit dem vergangenen Jahr bestehende Kooperation zwischen der Suchmaschine und Huawei. Diese dürfte auch mit den Verboten der Trump-Regierung zusammenhängen, die eine Nutzung von Google-Produkten auf Huawei-Geräten untersagt hatte. "Dies ist eine Investition über eine Anleihe. Es ist kein Einstieg in das Kapital von Qwant", sagte der Sprecher. Konkret soll mit dem Geld die Verbreitung von Qwant auf den Smartphones von Huawei in Europa gesteigert werden.

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