Suchmaschine: Wie Google den Rest des Internets überflüssig macht

In immer weniger Bereichen begnügt sich Google damit, Suchmaschine zu sein. Immer häufiger beantwortet Google Nutzeranfragen gleich selbst - und macht das Internet hinter den Trefferlisten damit teilweise überflüssig.

Artikel von Stefan Mey veröffentlicht am
Die Eingabemaske der Google-Suchmaschine
Die Eingabemaske der Google-Suchmaschine (Bild: Reuters/Francois Lenoir)

Es ist so einfach: Wer auf Google nach WM-Ergebnissen sucht, muss noch nicht einmal unbedingt auf die Treffer klicken. Bei Anfragen wie "Fußball WM" oder "WM Deutschland" liefert Google die Ergebnisse ganz einfach selbst. In immer mehr Bereichen versucht der Suchkonzern, den Rest des Internets überflüssig zu machen.

Inhalt:
  1. Suchmaschine: Wie Google den Rest des Internets überflüssig macht
  2. Existenzängste

Kleine Antwortboxen oberhalb der eigentlichen Trefferlisten liefern zu verschiedenen Themen direkte Antworten, auch außerhalb der WM. Wer in den vergangenen Monaten "bundesliga spiel" gegoogelt hat, bekam eine interaktive Grafik mit verschiedenen Bundesliga-Spielen zu sehen. Wetter ist ein anderes Beispiel. Googelt jemand "Wetter Berlin", wird eine optisch ansprechende Übersicht für heute und die nächsten sieben Tage präsentiert. Ähnlich ist es bei Börsenkursen und vielen anderen Anfragen.

  • Beim Knowledge Graph bindet Google rechts neben den Trefferlisten vor allem Wikipedia-Inhalte ein. (Screenshot: Golem.de)
  • Beim Knowledge Graph bindet Google rechts neben den Trefferlisten vor allem Wikipedia-Inhalte ein. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei Anfragen wie "WM Deutschland" liefert Google die Ergebnisse ganz einfach selbst. (Screenshot: Golem.de)
  • Wer nach dem Wetter googelt, erhält eine optisch ansprechende Übersicht für heute und die nächsten sieben Tage. (Screenshot: Golem.de)
Beim Knowledge Graph bindet Google rechts neben den Trefferlisten vor allem Wikipedia-Inhalte ein. (Screenshot: Golem.de)

Bei der zweiten Spielart, dem Knowledge Graph, bindet Google rechts neben den Trefferlisten vor allem Wikipedia-Inhalte ein. Wer nach einer Stadt oder einem Prominenten sucht, bekommt das Intro des jeweiligen Artikels zu sehen. Unterhalb dieses Snippets befinden sich strukturierte Daten: Bei Angela Merkel sind es unter anderem das Geburtsdatum, die Körpergröße und der Name des aktuellen Partners sowie des Ex-Manns.

Eigene Inhalte sind nützlich für Google

Die Einblendung eigener Inhalte habe für Google entscheidende Vorteile, sagt Jens Heickmann vom SEO-Software-Anbieter Seolytics. Google kann so sicherstellen, dass die Nutzer möglichst lang auf seiner Seite verbleiben. Klicken Nutzer auf Links innerhalb des Knowledge Graphs und der Antwortboxen, lösen sie neue Suchen aus. Zudem konditioniert Google Nutzer darauf, dass sich oberhalb und rechts neben den Trefferlisten nützliche Informationen befinden - also dort, wo bei anderen Keywords Google-Anzeigen eingeblendet werden.

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Zur Häufigkeit von Antwortboxen gibt es keine Zahlen, zum Knowledge Graph hat Seolytics zuletzt im März 2013 die Verbreitung erhoben. Der Anteil an allen Suchanfragen hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, von vier auf knapp acht Prozent. Heickmann glaubt, dass die Einblendung eigener Inhalte weiter zunehmen wird: "Sicherlich wird sich in Deutschland der Trend zu vermehrter Einblendung von Knowledge Graphs und Antwortboxen noch fortsetzen. Damit befriedigt Google direkt das Informationsbedürfnis von denjenigen, die nur oberflächlich recherchieren."

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Existenzängste 
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Der mit dem Blubb 09. Jul 2014

Und wenn es dort tatsächlich irgendwo Spielergebnisse gibt, dann kann man sich auch nicht...

DerBenutzername 09. Jul 2014

Zum Thema Gesundheit http://www.hdm-stuttgart.de/view_news?ident=news20100510221514

TheUnichi 07. Jul 2014

WebGL. Also einfach nur einen Browser, der aktueller ist als ~2010

spacecadet 07. Jul 2014

Unter Suchmaschinenoptimierern ist das kein Geheimnis. Nicht statt Facebook einbinden...



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