Suchmaschine: Mozilla testet Bing als Suche im Firefox-Browser

Ein kleiner Teil der Firefox-Desktop-Nutzer bekommt für einige Monate statt Google künftig Microsofts Bing als Standardsuche angezeigt.

Artikel veröffentlicht am ,
Mozilla sieht sich nach anderen Suchoptionen in Firefox um.
Mozilla sieht sich nach anderen Suchoptionen in Firefox um. (Bild: Erik Drost/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Browserhersteller Mozilla testet derzeit in einem Experiment die Nutzung von Microsofts Suchmaschine Bing als Standardsuche in seinem Firefox-Browser. Das schreibt der Hersteller im Blog des Community-Support-Teams. Das Experiment gelte demnach für ein Prozent der Desktop-Nutzer des Firefox-Browsers und laufe wohl noch bis Januar 2022.

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Firefox enthält eine Vielzahl verschiedener Suchmaschinen, auf die über die sogenannte Awesome-Bar, also die funktional erweiterte URL-Zeile, zugegriffen werden kann. Zwar unterscheiden sich die standardmäßig als erster Eintrag genutzten Suchmaschinen teils je nach Land. Bisher nutzt Firefox aber meist Google.

Der Grund dafür ist recht einfach nachvollziehbar: Der Suchmaschinen-Anbieter bezahlt Mozilla für die Platzierung in der Suche, was nach wie vor die Haupteinnahmequelle für den Browserhersteller darstellt. Letzten öffentlichen Angaben zufolge entspricht dies etwa 400 bis 450 Millionen US-Dollar im Jahr.

Starke Abhängigkeit von der Standardsuche

Angaben des Bloggers Sören Hentzschel zufolge hat der Hersteller den Vertrag mit Google zuletzt im Jahr 2020 verlängert und die Firefox-Macher erhalten darüber zunächst bis 2023 ihre Einnahmen. Es ist möglich, dass Mozilla nun die Konkurrenz von Bing testet, um hier künftig mehr Spielraum für Veränderungen zu haben und durch einen Wechsel des Standardanbieters eventuell mehr Einnahmen zu erzielen.

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Eine Änderung der Standardsuche aus finanziellen Erwägungen heraus hatte Mozilla bereits vor einigen Jahren mit Yahoo probiert. Mozilla hatte den 2014 mit Yahoo geschlossenen Vertrag zur Vorauswahl der Standardsuchmaschine in Firefox jedoch einseitig gekündigt. Daraufhin folgte ein Rechtsstreit über mögliche Vertragsverletzungen beider Seiten. Beide Unternehmen haben sich erst Jahre später geeinigt.

Mozilla ist in einer schwierigen finanziellen Lage. So hat der Hersteller im vergangenen Sommer 250 Beschäftigten gekündigt und damit rund einem Viertel seiner gesamten Belegschaft. Mozilla versucht außerdem seit einigen Jahren, seine Einkommensquellen zu verbreitern. Dazu gehören etwa Einnahmen mit dem Dienst Pocket und eventueller Werbung in der neuen Tab-Ansicht. Hinzugekommen ist das Geschäft mit dem eigenen VPN-Dienst. Dieser Bereich wächst offenbar aber nicht so stark, wie notwendig wäre.

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luckyfreddy 20. Sep 2021 / Themenstart

Habe mir mal DuckDuckGo angesehen, um die vermeintliche Datenspur mal etwas schmaler zu...

Seitan-Sushi-Fan 20. Sep 2021 / Themenstart

Also wenn ich mit Firefox Google-Angebote aufrufe, kriege ich ohne Werbeblocker regelmä...

Seitan-Sushi-Fan 20. Sep 2021 / Themenstart

Wird von aufrechten Schwulen-Hassern geführt, die eingenommenes Geld dafür verwenden...

miguele 20. Sep 2021 / Themenstart

Für mich ist es aber durchaus ein sinnvolles Feature, wenn ich über die Adresszeile...

Gunslinger Gary 20. Sep 2021 / Themenstart

WTF? Die haben ein ernsthaftes internes Problem!

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