• IT-Karriere:
  • Services:

Suchmaschine: Google fehlt es an Emotionen

Der Einfluss der sozialen Netzwerke auf Suchergebnisse bei Google sei gering, schreibt SEO-Experte und Blogger Steven Broschart. Denn Algorithmen seien nicht in der Lage, Emotionen auszuwerten.

Artikel veröffentlicht am , Steven Broschart
Das Google-Logo auf einer Schultafel
Das Google-Logo auf einer Schultafel (Bild: Adam Berry/Getty Images Europe)

Welchen Einfluss haben soziale Netzwerke auf das Ranking der Suchergebnisse von Google? Viele SEO-Experten sehen einen direkten Zusammenhang. Viele positive Bewertungen der Nutzer zeigten ein ehrliches und repräsentatives Bild eines Produkts, einer Person oder Website. Das stimmt nicht. Denn Algorithmen sind nicht in der Lage, objektive Sachverhalte von den Nutzeraktivitäten abzuleiten.

Social Signals

Inhalt:
  1. Suchmaschine: Google fehlt es an Emotionen
  2. Ranking-Faktoren und deren Manipulierbarkeit

Wenn über Social Media und die Bewertung der sozialen Medien durch die Suchmaschine geredet wird, geht es in erster Linie um Social Signals. Das sind nicht nur Likes, Shares, +1 oder andere Bewertungen, sondern alle Spuren, die Nutzer hinterlassen, um eine persönliche Meinung abzugeben. Dazu zählen auch Tweets, Retweets, Rezensionen, Blogbeiträge, Kommentare und andere textuelle Informationen. Auch externe Verlinkungen zählen dazu.

Korrelationen

Matt Cutts, Leiter des Google-Spam-Teams, hat immer wieder vor einer Überbewertung dieser Social Signals für die Suchmaschinen gewarnt. Eine aktuelle Studie von Searchmetrics zeigt, welche Indikatoren mit performanten Platzierungen korrelieren.

Zwar lässt sich feststellen, dass Domains mit einem starken Ranking mit vielen Social Signals einhergehen. Aber es lässt sich nicht herausfinden, ob wirklich die Tweets und Likes für das gute Ranking verantwortlich waren, oder ob diese nur zustande kamen, weil die Domain bekannter ist als andere.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Thüringen
  2. Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

Korrelationen sollten immer kritisch betrachtet werden. Ob ein Einfluss von A auf B oder von B auf A besteht, lässt sich nicht immer zweifelsfrei bestimmen. Und die Korrelation zwischen der schwindenden Storchpopulation und den Geburtenrückgängen in Deutschland zeigt, dass manche Vergleiche eben auch Blödsinn ohne gemeinsamen Nenner sein können.

Soziale Netzwerke können nicht vollständig indexiert werden

Google ist bei der Erfassung von Informationen darauf angewiesen, diese auch mit dem eigenen Crawler zu erreichen. Separierte und geschützte Systeme wie auch soziale Netzwerke sind für Google in weiten Teilen nicht indexierbar.

Während ein Like bei Facebook oder ein +1 bei Google+ noch als eindeutige Empfehlung interpretiert werden kann, so ist das bei einem geteilten Beitrag schwierig. Denn ein mit anderen geteilter Artikel muss nicht unbedingt von guter Qualität sein, sondern kann auch nur stark polarisieren.

Noch problematischer ist die Auswertung textueller Informationen, die semantisch ausgewertet werden müssten. Da es aber schon für einen Menschen nicht immer klar ist, was der Verfasser mit einer Nachricht sagen will, ist das für einen Algorithmus eine beinahe unmögliche Aufgabe. Auch über die reine Anzahl von Erwähnungen lässt sich nicht ermitteln, ob ein Beitrag gut oder schlecht bewertet wird. Im besten Fall lässt sich nur feststellen, dass er polarisiert.

Wird die Motivation bei der Nutzung sozialer Kanäle untersucht, dann fällt auf, dass vor allem ausgeprägte Emotionen zur Teilnahme anregen. Ärgert sich ein Anwender beispielsweise über ein Produkt, wird dieser schneller ein soziales Signal setzen und seinem Ärger Luft machen als ein Nutzer, der mit dem Produkt zufrieden ist.

Selbst darauf reagierende und loyale Produktanhänger müssen in ihrer Verteidigung nicht immer objektiv zur Sache beitragen. Aber auch die Interaktionen in Blogs oder Foren sind von vielen Faktoren geprägt, die aus klassischen Aspekten der Gruppendynamik heraus resultieren.

Die Ergebnisse einer Auswertung von User Signals können also nicht repräsentativ und schon gar nicht objektiv sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Ranking-Faktoren und deren Manipulierbarkeit 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote

TheUnichi 04. Jul 2013

Dummerweise sind das hier IT-News, damit ist diese News hier genau richtig und Skippen...

elgooG 02. Jul 2013

Eigentlich geht der Artikel gar nicht auf Hashtags ein, wobei genau die als perfekte...

g0r3 01. Jul 2013

Klar ist Yahoo riesig. Vor allem, wenn man den Konzern von heute mit dem von vor der...

Aycee 01. Jul 2013

"Für dieses Suchergebnis ist ihr Land leider zu Deprimiert. Versuchen sie es doch woanders."

Broschart 01. Jul 2013

Vielleicht noch etwas zur Sache: Die beschriebenen Empfehlungen stammen von Google...


Folgen Sie uns
       


Der Konsolen-PC - Fazit

Seit es AMDs RDNA-2-Grafikkarten gibt, kann eine Next-Gen-Konsole leicht nachgebaut werden. Wir schauen, was es dazu braucht und ob der Konsolen-PC etwas taugt.

Der Konsolen-PC - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /