Suchmaschine: EU-Kommission fordert Transparenz von Google

Innerhalb von zwei Monaten soll Google transparenter werden und erklären, wie die Reihenfolge der Suchergebnisse zustande kommt.

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Mehr Transparenz bei Google
Mehr Transparenz bei Google (Bild: Dado Ruvic/Illustration/Reuters)

Der Suchmaschinenbetreiber und Internetkonzern Google soll für mehr Transparenz sorgen. Dazu ruft die Europäische Kommission gemeinsam mit nationalen Verbraucherschutzbehörden auf, wie das Handelsblatt berichtet. Dabei geht es konkret um die Reihenfolge, in welcher Nutzern die Suchergebnisse angezeigt werden. Verbraucher sollen erfahren, wie diese zustande kommt und ob Geld dabei eine Rolle spielt.

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Zudem sollen auch Preise für Flüge oder Hotels, die von der Suchmaschine angezeigt werden, endgültig sein und zusätzliche Gebühren und Steuern enthalten, sofern diese bereits berechnet werden können. Die Kommission mahnt zudem an, dass gemeldete Verstöße von Verbraucherschutzbehörden schneller umgesetzt, also entsprechende Inhalte von Google schneller deaktiviert oder gelöscht werden sollen. Die EU-Kommission erwartet von Google innerhalb von zwei Monaten eine Mitteilung, inwiefern die Praktiken geändert wurden.

Suchergebnisse mit Fehlern

Erst kürzlich erklärte Google in seinen Suchergebnissen einen Schweizer Ingenieur zum Schwerverbrecher. In einem Infokasten blendete Google einen Wikipedia-Eintrag zu einem gleichnamigen Serienmörder ein, den die Suchmaschine um ein Foto des Schweizer Ingenieurs aus einer anderen Quelle ergänzte. Nur durch Zufall erfuhr der Betroffene von dem Eintrag und machte ihn öffentlich. Google entfernte daraufhin das Bild des Ingenieurs.

Es ist nicht das erste Mal, dass Googles Algorithmen fehlerhafte Ergebnisse liefern. So hat Google Maps in der Vergangenheit eine U-Bahn-Linie in Berlin erfunden oder Berge im Nationalpark Sächsische Schweiz in Hochhäuser umgewandelt. Auch bei dem häufig genutzten Routing setzt der Anbieter stark auf Automatisierung und leitet die Verkehrsteilnehmer teils durch nicht befahrbares Gebiet.

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Über die Metro-Tochter Dish konnte Golem.de die Tisch-reservieren-Funktion in der Google-Suche kapern. Dort trugen wir das Bundeskanzleramt oder den Metro-Großhandels-Supermarkt in Berlin ein - ohne jegliche Überprüfung wurden die entsprechenden Konten angelegt.

Wurde anschließend nach den Orten auf Google gesucht, enthielten die Infoboxen blaue Tischreservierungsbuttons, über welche Tische im Bundeskanzleramt oder im Metro-Großhandel gebucht werden konnten. Weder Dish noch Google wollten für die Fehler verantwortlich sein beziehungsweise etwas unternehmen.

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