VDZ rechnet mit baldiger Einigung

Die Verwertungsgesellschaft will offenbar verhindern, dass die Verlage sich über News Showcase direkt mit Google einigen und eine Durchsetzung des Leistungsschutzrechts über Corint Media damit umgangen wird. Zuletzt hat der Madsack-Verlag den Vertrag mit Corint Media vorsorglich gekündigt, weil er einen für sich günstigeren Verteilungsmechanismus der Einnahmen durchsetzen möchte.

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Möglicherweise sind die Verhandlungen zwischen Google und den Verlagen schon so weit fortgeschritten, dass beide Seiten eine Eskalation des Streits vermeiden wollen. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) rechnet schon "sehr bald" damit, dass ein System zur Anwendung des Gesetzes entstehen wird. Das sagte VDZ-Vizepräsident Philipp Welte der Nachrichtenagentur dpa.

Was kostet ein Inhalt?

Nach seiner Darstellung wird sich in den kommenden Monaten herauskristallisieren, "ob Verlage direkt mit Facebook und Google verhandeln oder ob sie über Verwertungsgesellschaften gehen". Verlage müssten nun Fragen klären wie: "Was kostet eigentlich ein Inhalt?". Es müsse sich ein Tarifsystem für die Verwertung samt Lizenzverträgen bilden.

Ein solches System wollte die VG Media bereits etablieren, doch dessen Umsetzung scheiterte am Ende daran, dass das frühere Leistungsschutzrecht für unzulässig erklärt wurde. Da diese Gefahr nun nicht mehr droht, dürfte die Chancen für Medien nicht schlecht stehen, tatsächlich von Google für die Verlinkung von Inhalten bezahlt zu werden. Die Frage ist im Grunde nur noch, welchen Preis Google dafür zu zahlen bereit ist.

Nachtrag vom 7. Juni 2021, 14:11 Uhr

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Ein Google-Sprecher wies die Darstellung zurück, mit der unveränderten Anzeige von Suchergebnissen würden Vorgaben des Leistungsschutzrechts ignoriert. "Das Gegenteil ist der Fall. Der Gesetzgeber hat dafür gesorgt, dass Suchmaschinen wie Google weiterhin kostenlose Vorschauen von Inhalten nutzen können, um den Zugang zu Nachrichteninhalten für deutsche Nutzer zu gewährleisten", sagte Google-Sprecher Kay Oberbeck. Das Unternehmen müsse die beiden Ziele des Gesetzes ausbalancieren: den Zugang zu glaubwürdigen, relevanten Informationen für die Menschen in Deutschland sicherzustellen und den Journalismus in Deutschland zu unterstützen. "In diesem Sinne haben wir Gespräche mit deutschen Verlagen über die Bezahlung erweiterter Vorschauen von Nachrichteninhalten aufgenommen", sagte Oberbeck.

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 Suchergebnisse: Google ignoriert Vorgaben des neuen Leistungsschutzrechts
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Eheran 07. Jun 2021

Boah ne, ich hab doch glatt ein mal eine 4 statt 3 gedrückt! Unglaublich. Dabei sind das...

dummzeuch 07. Jun 2021

Mehr braucht man eigentlich über Sie nicht zu wissen. Diskussion ist zwecklos.

dummzeuch 07. Jun 2021

Ich stimme zwar im Prinzip zu, allerdings könnte Google tatsächlich per Gesetz gezwungen...



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