Suche nach Kinderpornografie: Google wird zum Auge der Polizei

Google scannt offenbar die Daten sämtlicher Dienste auf der Suche nach kinderpornografischem Material. Mehrere Festnahmen aufgrund von Hinweisen sind bekannt geworden.

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Google durchsucht offenbar sämtliche Daten der Nutzer nach kinderpornografischem Material.
Google durchsucht offenbar sämtliche Daten der Nutzer nach kinderpornografischem Material. (Bild: Francois Lenoir/Reuters)

Nach einem Hinweis des Suchmaschinenkonzerns Google hat die Polizei im US-Bundesstaat Texas einen pädokriminellen Mann festgenommen. Wie der TV-Sender Khou berichtete, fand Google pädophile Fotos in einer E-Mail des 41-Jährigen und benachrichtigte die Behörden. Bei einer Durchsuchung von Telefon und Tablet des wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraften Mannes entdeckte die Polizei in Houston dem Bericht zufolge kinderpornografisches Material.

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Dass Google die Inhalte seiner Dienste auf solche Fotos hin durchsucht, ist alles andere als neu. Im vergangenen November war der Fall eines Mannes bekannt geworden, der kinderpornografische Fotos in Googles Fotodienst Picasa gespeichert hatte. Nach dem Hinweis des Unternehmens fand die Polizei 3.000 weitere Fotos auf dem Handy des Mannes.

Google benutzt Verfahren von Microsoft

Google benutzt zum Filtern der Inhalte die von Microsoft entwickelte Technik Photo-DNA, die inzwischen auch von Twitter und Facebook genutzt wird. Dabei wird von Fotos ein Hashwert gebildet, der sich auch durch Vergrößerungen und Verkleinerungen des Fotos nicht verändert. Microsoft verschenkte die Technik im vergangenen Jahr an das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), um auf diese Weise den Einsatz gegen die Verbreitung kinderpornografischer Fotos zu unterstützen. Allein im Jahr 2011 sollen mehr als 17 Millionen Fotos erfasst worden sein, mehr als vier Mal so viel wie 2007.

Google hatte im vergangenen Jahr darauf verwiesen, die Photo-DNA-Technik seit 2008 zu verwenden. Das Unternehmen erklärte, zwei Millionen Dollar für die Entwicklung besserer Filtertechniken zur Verfügung zu stellen. Unklar blieb jedoch, inwieweit die Dienste des Unternehmens in das Suchprogramm einbezogen sind. In den amerikanischen Nutzungsbedingungen ist seit April 2014 lediglich die Rede davon, dass die Inhalte, einschließlich E-Mails, automatisch analysiert werden, um den Nutzern "persönlich relevante Funktionen unserer Dienste" anbieten zu können, wie individuelle Suchergebnisse, Werbung sowie Spam- und Malware-Erkennung. US-Medien weisen darauf hin, dass die Unternehmen nach amerikanischem Gesetz nicht dazu verpflichtet sind, die Inhalte auf kriminelles Material zu durchsuchen. Wenn sie aber etwas entdecken, sind sie zur Meldung verpflichtet.

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Die Beamten in Houston zeigten sich zumindest sehr erfreut über die Hilfe aus Mountain View. "Ich weiß wirklich nicht, wie sie das gemacht haben", sagte der Kriminalbeamte David Nettles dem Sender Khou zufolge. "Aber ich freue mich sehr darüber, dass sie es machen."

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Anonymer Nutzer 06. Aug 2014

Und zwangsverordnet ausgegeben! :D Das wär doch mal Wahlkampf! xD

ap (Golem.de) 05. Aug 2014

Der Thread ist an mehreren Themen abgeglitten, so dass einige Kommentar entfernt werden...

Anonymer Nutzer 05. Aug 2014

Bedeutet, Android kann nicht als sicheres System eingestuft werden? :-) Man kann ja...

mambokurt 05. Aug 2014

Dass die Datenhoheit haben, ist mir durchaus klar. Nur dass sie sich hinstellen und alle...



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