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Subventionen: Baubeginn der Intel-Chipfabrik in Magdeburg verschoben

Intel hat den Baustart seiner geplanten Chipfabrik in Magdeburg auf unbestimmte Zeit verschoben, da die Subventionen noch nicht rechtssicher feststehen.
/ Andreas Donath
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Rendering der Mega-Site in Magdeburg (Bild: Intel)
Rendering der Mega-Site in Magdeburg Bild: Intel

Intels Chipfabrik startet noch nicht, weil es Probleme mit den Subventionszusagen gibt. Diese seien noch nicht rechtsverbindlich und Intel scheut das Risiko, heißt es in einem Bericht der Welt am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) . Die Landesregierung Sachsen-Anhalt hatte zuvor einen Baubeginn im ersten Quartal 2023 erwartet .

Seit der Projektvorstellung hat sich viel verändert, wie der Intel-Sprecher gegenüber der Welt am Sonntag erklärte. "Geopolitische Herausforderungen sind größer geworden, die Nachfrage an Halbleitern ist zurückgegangen, Inflation und Rezession fordern die Weltwirtschaft heraus. Wir beobachten die Marktentwicklungen genau und werden das Tempo unserer Investments auch daran anpassen." Das Unternehmen betonte jedoch, dass es weiterhin zu dem Projekt stehe. Der Bund hat für das Projekt finanzielle Unterstützung in Höhe von 6,8 Milliarden Euro eingeplant.

In einer Antwort auf eine Anfrage des Leipziger Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann (Linke) hatte der Staatssekretär Sven Giegold (Bündnis 90/Die Grünen) bestätigt, dass derzeit noch über die konkrete Ausgestaltung einer etwaigen Förderung verhandelt werde. Die Anfrage liegt der Nachrichtenagentur Reuters vor. Allerdings gehe er "nicht von einer Erhöhung des Förderrahmens aus" , da Intel bislang lediglich einen nicht rechtsverbindlichen "Letter of Intent" erhalten habe, der von der Vorgängerregierung stamme.

Intel kündigte einem Bericht des Handelsblatts(öffnet im neuen Fenster) nach zudem an, dass es möglicherweise zu einer Reduktion oder Streckung seiner geplanten Investitionen von 17 Milliarden Euro in zwei Halbleiterwerke in Magdeburg kommen könnte.


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