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Substanz: Crowdfunding-Kampagne für digitales Wissenschaftsmagazin

Zwei Hamburger Journalisten wollen ein Wissenschaftsmagazin gründen, das ausschließlich digital erscheinen soll. Per Crowdfunding wollen sie die Entwicklung der App finanzieren.
/ Werner Pluta
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Wissenschaftsmagazin Substanz: wöchentlich als kostenpflichtige App (Bild: Fail Better Media)
Wissenschaftsmagazin Substanz: wöchentlich als kostenpflichtige App Bild: Fail Better Media

Journalismus ins Zeitalter der Mobilgeräte zu übertragen – das ist das Ziel von Georg Dahm und Denis Dilba: Die beiden Hamburger wollen mit Substanz(öffnet im neuen Fenster) ein Wissenschaftsmagazin herausbringen, das ausschließlich digital erscheint. Die Entwicklung wollen sie zum Teil über Crowdfunding finanzieren.

Das digitale Magazin Substanz – Trailer
Das digitale Magazin Substanz – Trailer (03:24)

Die beiden haben dafür das Unternehmen Fail Better Media gegründet. Sie wollen ein Magazin machen, das – so der Anspruch – "Wissenschaft neu erzählt". Die Autoren sollen die Möglichkeit bekommen, ein Thema zu recherchieren und zu bearbeiten, wie es diesem angemessen ist, nicht wie es Tagesaktualität oder Layout vorgeben.

Digitales Experimentierfeld

Das Magazin soll explizit ein Experimentierfeld für neue Darstellungsformen sein: Ein Artikel werde so gestaltet, dass der Inhalt am besten verständlich werde. Das könne in Textform sein, mit Multimedia-Elementen, interaktiven Infografiken, Filmen, als Audio-Slideshow und sogar als Graphic Novel. "Entscheidend ist, was die Geschichte am besten erzählt, was die Erkenntnisse am besten vermittelt."

Substanz soll wöchentlich als App für Tablets, Smartphones und PCs erscheinen, und zwar für alle Plattformen. Finanziert werden soll der digitale Wissenschaftsjournalismus über den Verkauf der App, die es sowohl als Einzelausgabe als auch im Abonnement geben wird, sowie über Werbung. Diese werde "aber dezent eingebunden", versprechen Georg Dahm und Denis Dilba, "in guter Print-Magazin-Tradition. Bei uns werden sich keine Blinkebanner über den Bildschirm legen."

Crowdfunding bis März

Die Entwicklung der App wollen sie per Crowdfunding finanzieren. Über eine Kampagne auf der Plattform Startnext(öffnet im neuen Fenster) wollen sie 30.000 Euro einsammeln. Sie läuft noch bis zum 22. März.

Der Unternehmensname Fail Better bezieht sich übrigens auf ein Zitat von Samuel Beckett, aus dessen Prosastück Worstward Ho: "Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better." ("Immer versucht. Immer gescheitert. Macht nix. Versuch es wieder. Scheitere wieder. Scheitere besser.")

Mit Scheitern haben die beiden Erfahrung: Sie haben bereits bei der Financial Times Deutschland und der deutschen Ausgabe des New Scientist gearbeitet. Beide wurden eingestellt.


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