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Verfügbarkeit und Fazit: Subaru Uncharted

Der von mir getestete Subaru Uncharted 77 AWD Platinum Plus kostet 48.990 Euro. Als Sonderausstattungen sind verschiedene Lackierungspakete vorhanden. Der einzige Unterschied zum 1.000 Euro günstigeren Platinum-Modell ist das Panoramadach, das dort fehlt. Das Modell 77 FWD Active hat 165 kW (224) PS, Front- statt Allradantrieb und entsprechend auch keine X-Modes.

Das günstigste Modell ist der 58 FWD Trend, der 123 kW (167 PS), Frontantrieb und einen kleineren 58-kWh-Akku hat. Der Trend hat unter anderem keine 360-Grad-Kamera, keine elektrisch verstellbaren Fahrer- und Beifahrersitze, keinen digitalen Rückspiegel, keine elektrische Heckklappe und keine Sitzheizung für die Rücksitze.

Das Schwestermodell zu meinem Testfahrzeug von Toyota, der C-HR+ mit Sky & Sound-Paket kostet bei Toyota über den Konfigurator 47.810,70 Euro.

Fazit

Der Subaru Uncharted 77 AWD Platinum Plus ist ein eher seltenes, aber interessantes Elektroauto – bis August 2026 wurden in Deutschland nur 276 Fahrzeuge zugelassen. Vom Antrieb und der Batterie ist er mit dem Toyota C-HR+ baugleich, der ebenso sparsam ist. Auf der Autobahn bei deutlich über 120 km/h mit 21,5 kWh/100 km unterwegs zu sein, ist ziemlich sparsam, was längere Touren leichter macht.

Der Subaru lebt gegenüber dem Toyota auch etwas mehr vom Design. Vor allem der Innenraum mit den vielen Knöpfen und dem schlichten, mitunter ruggedized wirkenden Interieur passt zur Marke Subaru, die für robuste Abenteuerautos steht, mit denen man aber auch bequem die Kinder zum Sport fahren kann. Das geht mit dem Uncharted sehr gut.

Das recht sportliche Fahrwerk macht beim Fahren Spaß. Auch bei höheren Geschwindigkeiten liegt der Uncharted gut auf der Straße, auch wenn es dann nicht mehr sonderlich leise im Wagen ist. Hilfreich ist auch der gute Fahrassistent.

Nachteile hat der Uncharted bei der Infotainmentsoftware. Ich selbst bin zwar kein Fan von Autos mit vielen Apps, aber etwas mehr als das wie MS-DOS wirkende System des Subarus darf es schon sein. Natürlich ist das alles funktional, aber bei manchen Einstellungen auch etwas umständlich.

Enttäuscht bin ich vom Navigationssystem, das ich nach den ersten Tests nicht mehr verwenden wollte. Die Adresseingabe ist umständlich, es gibt keine vernünftige Ladeplanung – gut, dass der Uncharted Android Auto und Carplay unterstützt. Hier sollten Toyota/Subaru dringend nachbessern.

Am Ende steht noch der Preis des Subaru Uncharted. Für knapp 1.000 Euro mehr gegenüber dem vergleichbaren Toyota C-HR+ bekommen Käufer spezielle Fahrmodi für verschneites oder matschiges Terrain und eine etwas sportlichere Aufhängung – und nicht zu vergessen das eckige Lenkrad.

Der Subaru Uncharted hat aber natürlich auch Konkurrenz außerhalb der eigenen Firmenfamilie. Von der Karosserieform fällt mir da etwa der Kia EV6 ein, der mit etwas weniger Leistung (239 kW), aber etwas größerem Akku (84 kWh) bei Kia im Konfigurator mindestens 53.990 Euro kostet. Der Xpeng G6 ist mit Heckantrieb, etwas weniger Leistung (218 kW), 80-kWh-Akku und wesentlich schnellerem Laden (451 kW) für vergleichbare 47.600 Euro erhältlich. Die Allradversion des G6 mit 358 kW ist für 51.600 Euro verfügbar.

Der Preis des Subaru Uncharted reiht sich also durchaus ein in den Markt der vergleichbaren Konkurrenz. Wer ein Elektroauto mit gutem Verbrauch, sportlichem Fahrgefühl und einer gewissen Exklusivität sucht und sich nicht am eher langsamen Laden und dem Oldschool-Interieur stört, für den könnte der Uncharted interessant sein. Und manch einer dürfte die Knopf-Flut sogar begrüßen.


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