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Aufmerksamer Fahrassistent

Der Uncharted hat einen Fahrassistenten, der die Lenkung und die Geschwindigkeitsregulierung übernimmt. Er lässt sich bis zur Maximalgeschwindigkeit des Fahrzeugs verwenden. In meinem Test funktioniert der Fahrassistent weitgehend problemlos, inklusive der Verkehrszeichenerkennung. Bei neuen Tempolimits kann ich über einen Druck auf die Plus- oder Minus-Taste am Lenkrad die neue Geschwindigkeit wählen. Automatisch wie etwa bei Kia funktioniert das nicht.

Vor Kurven bremst der Uncharted leicht ab; das lässt sich in Einstellungen konfigurieren. Mein Eindruck ist, dass der Fahrassistent insgesamt etwas vorausschauender ist als der anderer Hersteller. So hatte ich das Gefühl, dass bei einer vollen Nebenspur auf der Autobahn ein Einscheren immer in Betracht gezogen wird – entsprechend schnell reagiert der Wagen dann.

Praktisch finde ich auch die Warnung vor sich schnell von hinten nähernden Fahrzeugen. Das hilft, um eventuell rechtzeitig auf der Spur Platz zu machen. Der Spurassistent erscheint mir zudem nicht so aufdringlich wie bei anderen Automodellen. Dafür bimmelt der Uncharted mitunter recht gerne – unter anderem auch beim Rückwärtsfahren.

Guter Verbrauch auch auf der Langstrecke

Mit dem Fahrassistenten gibt es die branchenüblichen Probleme: Allzu starke Spurverlegungen in Baustellen mag der Subaru nicht. Bei Tempolimits werden zeitbezogene Einschränkungen nicht erkannt. Insgesamt ist die Unterstützung bei langen Touren aber sehr hilfreich, intuitiv und sicher.

In der Stadt konnte ich mit dem Subaru Uncharted bei um die 20° C Außentemperatur einen Verbrauch von 13,3 kWh/100 km erreichen. Das ist ein guter Wert, der einer theoretischen Reichweite von 579 km entspricht. Im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent sind es 405 km. Bei 30° C und laufender Klimaanlage stieg der Verbrauch auf der Kurzstrecke um 2 kWh/100 km. Ich hatte das Gefühl, dass die Klimaanlage bei derartigen Temperaturen ziemlich ackern muss, obwohl ich das Rollo des großen Panoramadachs geschlossen hatte.

Auf der Autobahn erreichte ich mit dem Uncharted bei einem Tempo zwischen 130 und 150 km/h, etwas Stau und einer Baustelle einen Wert von 21,5 kWh/100 km. Auch das ist ein guter Wert, zumal ich nicht absichtlich langsamer gefahren bin, um die Reichweite zu maximieren. Sie beträgt in meinem Fall theoretisch 358 km, im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent 251 km. Das ist für längere Strecken ein sehr guter Wert, der sich durch Fahren mit maximal 130 km/h noch steigern lässt.

Laden lässt sich der Uncharted 77 AWD Platinum Plus an DC-Schnellladesäulen offiziell mit maximal 150 kW. In meinem Test erreichte der Wagen aber bis zu 163 kW. Bereits bei um die 50 Prozent Ladestand lud er nur noch mit 125 kW und drosselte dann weiter herunter. Für die Ladung von 20 bis 80 Prozent habe ich 25 Minuten gebraucht – ein durchschnittlicher Wert, der von vielen anderen Modellen in dieser Preisklasse mittlerweile überboten wird.

Ladeanzeige gibt es nur, wenn die Tür geöffnet wird

Skurril ist die Ladeanzeige, die während des Ladevorgangs im Fahrdisplay angezeigt wird. Auch bei eingeschaltetem Wagen wird die Anzeige, die die Ladegeschwindigkeit, den Akkustand und die Reichweite anzeigt, ausgeblendet. Um die Anzeige wieder einblenden zu lassen, muss ich die Tür einmal öffnen; dann erscheinen die Angaben wieder. Eine andere Möglichkeit habe ich nicht gefunden. Im Infotainmentsystem auf dem Hauptbildschirm habe ich keine Ladeanzeige gefunden. Dafür gibt es eine Ladekontrollleuchte auf dem Fahrdisplay.

Am Ende muss ich noch das Handbuch erwähnen. Der Uncharted wird mit einer Anleitung geliefert, die so dick ist wie meine Hand breit. In dem Buch stehen wirklich alle Informationen zu den verschiedensten Funktionen – auch zu den Fahrassistenten, und das in aller Ausführlichkeit. Zwar werden heutzutage Autos durchaus noch mit Anleitungen ausgeliefert, eine derart ausführliche wie beim Uncharted ist mir aber noch nicht untergekommen.


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