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SU-27 gegen MQ-9: US-Militär veröffentlicht Video des Drohnen-Zwischenfalls

Die USA haben einen Videobeweis für den Zwischenfall über dem Schwarzen Meer veröffentlicht, bei dem ein russischer Jet eine US-Drohne beschädigt hat.
/ Michael Linden
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SU-27 im Anflug auf die US-Drohne (Bild: US European Command Public Affairs)
SU-27 im Anflug auf die US-Drohne Bild: US European Command Public Affairs

Das US-Militär hat ein Video des Vorfalls veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) , bei dem eine unbemannte MQ-9-Drohne der US-Luftwaffe über dem Schwarzen Meer von einem russischen Su-27-Kampfjet bedrängt und schließlich beschädigt wurde . Die Drohnenpiloten brachten ihr Fluggefährt danach absichtlich zu Boden.

Das US European Command hat Aufnahmen veröffentlicht, die die Begegnung zwischen der russischen Su-27 und der US Air Force MQ-9 im internationalen Luftraum über dem Schwarzen Meer am 14. März zeigen. Dazu wurde auch ein Kommentar veröffentlicht, der die Geschehnisse beschreibt:

"Zunächst nähert sich das russische Flugzeug dem Heck Drohne. Dann beginnt die Su-27 beim Vorbeiflug Treibstoff abzulassen, passiert die Drohne und setzt dabei den Treibstoffablass fort. Als die Su-27 über die MQ-9 fliegt, wird die Videoübertragung gestört. Der Propeller der Drohne ist zu sehen und ist unbeschädigt. Dann beginnt die Su-27 einen zweiten Annäherungsflug, lässt wieder Treibstoff ab und fliegt sogar noch näher an der Drohne vorbei. Dann kollidiert das russische Flugzeug mit der MQ-9 und die Kameraübertragung der MQ-9 geht für etwa 60 Sekunden verloren. Als die Kameraübertragung wieder in Betrieb ist, ist der Propeller wieder zu sehen und eines der Propellerblätter ist beschädigt."

Das russische Militär hingegen weist jede Verantwortung für den Absturz zurück und wirft den Amerikanern Provokation vor. Angeblich wollen die Russen die Drohne im Schwarzen Meer bergen(öffnet im neuen Fenster) . Ob dies aufgrund der großen Tiefe möglich ist, wird sich noch zeigen. Unbekannt ist, welche Nutzlast die Drohne mit sich führte und ob deshalb auch Aufklärungsdaten an Bord sind.


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