Stuttgart: Telekom bietet FTTH auf offener Access-4.0-Plattform

Ein erster FTTH-Kunde in Stuttgart ist über die neue Plattform Access 4.0 angebunden. Es geht dabei um quelloffene Software auf günstiger Whitebox-Hardware.

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Das Logo des Projekts
Das Logo des Projekts (Bild: Deutsche Telekom)

In Stuttgart nutzt seit kurz vor Weihnachten der erste Kunde einen FTTH-Anschluss über die neue A4-Plattform. Das gab die Telekom am 14. Januar 2020 bekannt. "Wir produzieren jetzt erstmals einen BNG auf Whitebox-Hardware und steuern diese über Software Defined Networking-Technologie. Das ist ein enorm wichtiger Schritt in Richtung zukünftiger Struktur unseres Breitbandnetzes", sagte Abdurazak Mudesir, verantwortlich für Services & Platforms und Access Disaggregation bei der Deutschen Telekom Technik.

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Die Telekom treibe mit dem softwaregetriebenen Ansatz von Access 4.0 die Automatisierung voran und könne im Zusammenspiel mit ihren OSS-Plattformen "schlanke Prozesse selbst implementieren." Disaggregation sei Realität geworden. Cheftechniker Walter Goldenits sagte: "Die Deutsche Telekom erreicht einen wichtigen Meilenstein in ihrer Transformation zum softwarebasierten Telekommunikationsanbieter."

Access 4.0: Probiert wird es seit 2017 und länger

Damit hält die Telekom ihr Versprechen, mit der Plattform noch im Jahr 2020 live zu gehen. Über einen Feldversuch mit Access 4.0 sprach das Unternehmen bereits im Oktober 2017. Der Verzicht auf proprietäre Ausrüstung von Herstellern wie Nokia, Huawei oder ZTE erwies sich als nicht einfach und sehr langwierig.

Access 4.0 ist laut Telekom in erster Linie auf den breitbandigen Internetzugang der Telekom für FTTH/B (Fiber To The Home/Building) ausgerichtet. Die A4-Plattform soll zukünftig technisch in der Lage sein, auch andere Anwendungen am Netzwerkrand zu unterstützen, insbesondere im 5G- und Open-RAN-Umfeld. Im nächsten Schritt will sich das Projektteam auf die Weiterentwicklung der Plattform für einen Rollout in weiteren Regionen konzentrieren.

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