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Studium: Rekord bei Informatik-Erstsemestern

Im Jahr 2013 haben sich 33.800 Studienanfänger für Informatik eingeschrieben. Doch weiterhin ist nur ein gutes Fünftel der Informatikerstsemester weiblich, und die Abbrecherquote liegt stabil bei 50 Prozent.
/ Achim Sawall
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Studenten in München (Bild: Johannes Simon/Getty Images)
Studenten in München Bild: Johannes Simon/Getty Images

Im Sommer- und Wintersemester 2013 haben sich 33.800 Menschen für ein Informatikstudium eingeschrieben. Dies entspreche einer Steigerung von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, berichtet die Gesellschaft für Informatik(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Angaben des Statistischen Bundesamtes. Insgesamt nahmen 2 Prozent mehr Erstsemester ein Studium auf als im Vorjahr. Im Jahr 2011 war die Steigerung mit 18 Prozent noch weitaus stärker.

"Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an der Disziplin Informatik nach wie vor hoch ist. Dennoch haben wir lange noch nicht genügend Absolventinnen und Absolventen, um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken" , sagte der Chef der Gesellschaft für Informatik, Oliver Günther. Die Informatik ist damit das drittstärkste Fach an deutschen Hochschulen. Nur die Wirtschaftswissenschaften und der Maschinenbau zählen mehr Studierende und Studienanfänger.

Seit dem Boomjahr 2000 war die Zahl der Studienanfänger in der Informatik um 26 Prozent eingebrochen. Im Jahr 2006 sanken die Informatik-Studienanfängerzahlen an den deutschen Universitäten und Fachhochschulen um 5 Prozent auf 28.360. Im Sommer- und Wintersemester 2010 war die Zahl der Studienanfänger im Fach Informatik um 3 Prozent gestiegen.

Insbesondere bei den Frauen habe die Informatik noch ein zu geringes Ansehen: "Auch wenn der Anteil der Studentinnen in der Informatik langsam steigt, ist noch immer nur ein gutes Fünftel der Informatikerstsemester weiblich" , so Günther.

Weiterhin ist die Abbrecherquote bei der Informatik sehr hoch. Je nach Ausrichtung liegt sie bei bis zu 50 Prozent. Günther hält "eine stärkere Fokussierung auf den Bachelorgrad als berufsqualifizierenden Abschluss" für eine Lösung. So ließe sich "auch erreichen, dass dem Arbeitsmarkt künftig mehr qualifizierte Absolventen zur Verfügung stehen" .


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