Studio Ghibli und Futurama: Animationssoftware für Zeichentrick wird Open Source

Als Teil eines Übernahmegeschäfts soll die 2D-Animationssoftware Toonz Open Source werden. Das Werkzeug wurde für Futurama genutzt sowie vom Studio Ghibli für einige seiner Filme, etwa Prinzessin Mononoke.

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Opentoonz zielt eindeutig auf den japanischen Markt.
Opentoonz zielt eindeutig auf den japanischen Markt. (Bild: Opentoonz)

Der japanische Medienkonzern Dwango erwirbt die 2D-Animationssoftware Toonz von dem bisherigen Eigner Digital Video, wie auf der Webseite der Software mitgeteilt wird. Bedingung für den Kauf ist, dass Dwango künftig eine Version von Toonz als Open Source bereitstellt und weiterentwickelt.

Das Werkzeug Toonz ist unter anderem für die Produktion der Comic-Serie Futurama eingesetzt worden. Ein ebenfalls sehr prominenter Nutzer des Werkzeugs ist das auf Anime spezialisierte Studio Ghibli. Es hat Toonz für den Film Prinzessin Mononoke und einige weitere Produktionen verwendet. Dabei habe sich das Studio Ghibli für Toonz entschieden, um analoge Handzeichnungen mit digital erstellten Inhalten leicht verbinden zu können.

Open Source als Dienstleistungsgeschäft

In der Ankündigung der Offenlegung heißt es, dass die unter dem Namen Opentoonz Entwickelte Open-Source-Version Funktionen enthalten werde, die vom Studio Ghibli für die Software erstellt worden seien. Der neue Eigner Dwango erhofft sich von der Offenlegung eine aktive Kooperation der Filmindustrie. Finanziert werden soll die Weiterentwickelung von Toonz über das typische Modell von Dienstleistungen, Anpassungen, der Umsetzung spezieller Kundenwünsche und Ähnlichem.

Für Opentoonz existiert ein Github-Projekt, dessen Repository noch nicht für die Allgemeinheit geöffnet worden ist. Die dazugehörige Webseite ist bereits verfügbar. Am kommenden Samstag, dem 26. März, soll Opentoonz frei als Download zur Verfügung stehen. Unter welcher Lizenz die Software stehen soll, ist noch nicht bekannt.

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