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Studio Display: Der Versuch, Apples Monitor mit Desktop-PCs zu verbinden

In einem längeren Unterfangen versucht ein Entwickler, Apples Studio Display an eine Geforce RTX 3090 anzuschließen - mit skurrilen Mitteln.
/ Oliver Nickel
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Das Studio Display wird per Thunderbolt an andere Geräte angeschlossen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Das Studio Display wird per Thunderbolt an andere Geräte angeschlossen. Bild: Oliver Nickel/Golem.de

Das Apple Studio Display funktioniert an einem MacOS-Gerät sehr schnell. Es muss nur das beigelegte Thunderbolt-Kabel in einen Thunderbolt-Port am Macbooks, Mac Mini oder Mac Studio gesteckt werden. Bei Desktop-PCs mit dedizierter Grafikkarte ohne Thunderbolt-Interface und mit Windows-Betriebssystem, einer weitverbreiteten Kombination, ist das nicht so einfach. Der Blogger und Entwickler Justin Searls hat sich auf die Suche nach einer sinnvollen Methode begeben(öffnet im neuen Fenster) , das Studio Display mit einer dedizierten Grafikkarte, bei ihm eine Nvidia Geforce RTX 3090, zu verbinden.

Wenn Funktionen wie die Webcam und die integrierten Lautsprecher nicht wichtig sind, kann dafür etwa ein Displayport-auf-Thunderbolt-Kabel genutzt werden. Der Displayport-Teil wird dabei in die Grafikkarte und der USB-C-Teil in den Thunderbolt-Port des Studio Display gesteckt. Aber Achtung: Nicht jedes Kabel ist dafür geeignet.

Es sollte ein Displayport-1.4-Kabel sein, welches zuverlässig 8K-Auflösungen bei 60 Hz übertragen kann. Kabel von minderer Qualität schaffen es nicht, das 5K-Videosignal zu übertragen und das Display bleibt schwarz. Allerdings werden Kabel von Herstellern meist nicht entsprechend beschriftet, was die Suche in der Kabelkiste schwierig gestaltet.

PCIe-Erweiterungskarte funktioniert

Eine weitere Methode(öffnet im neuen Fenster) ist es, eine separate PCIe-Erweiterungskarte zu kaufen, die auch Thunderbolt-Ports unterstützt. Searls hat sich für die Gigabyte GC-Titan Ridge 2.0 entschieden. Das Thunderbolt-Kabel des Displays wird an die Erweiterungskarte gesteckt. Anschließend führen zwei Displayport-auf-Mini-Displayport-Kabel von der Karte zur Grafikkarte. Mittels Daisy Chaining kann so ein Bildsignal von der Grafikkarte an das Display geleitet werden. Damit Lautsprecher und Webcam funktionieren, kann ein weiteres USB-3.0-Kabel genutzt werden.

Searls stellt eine weitere ungewöhnliche Anschlussmethode vor: Mittels einer Splitting-Box, wie sie etwa VR-Headsets oder Wacom-Stift-Displays beiliegt, kann ein Displayport-Kabel an die Grafikkarte angeschlossen werden. Das Signal teilt sich an der Box in USB-C-Power und USB-A-Datenkabel auf. Zudem wird das Studio Display mittels Thunderbolt-Kabel an den USB-C-Ausgang der Splitting-Box angeschlossen.

Das Ergebnis ist nicht voll funktionsfähig. So kann zwar ein Bild übertragen werden. Allerdings funktionieren Lautsprecher und Kamera aufgrund der geringen Bandbreite nur teilweise und mit Fehlern.

Es ist auch möglich, Grundfunktionen wie den Helligkeitsregler des Studio Display in Windows zu nutzen. Das ist nativ gar nicht möglich, selbst wenn das Panel am Windows-PC direkt erkannt wird. Dazu kann die Software Bootcamp auf dem System installiert werden. Über das Einstellungspanel ist die Auswahl von Farbprofilen und der Helligkeit in Windows möglich. Searls stellt eine Anleitung bereit, die durch die Bootcamp-Installation mittels Python-Script führt.


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