IT-Jobs: Homeoffice bleibt und neue Benefits kommen

Corona hat für eine vorübergehende Waffenruhe im War for Talents gesorgt. Grundsätzlich wechselwillige Kandidaten verharren aus Sicherheitsgründen lieber im alten Job. Das ist die wesentliche Erkenntnis der Studie Gehaltsübersicht 2021 des Personaldienstleisters Robert Half.

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Dafür wurden vor knapp einem Jahr 300 Führungskräfte aus Deutschland befragt. Im Lockdown haben sie gelernt, dass Homeoffice funktioniert - oft besser als erwartet. Deshalb wird es für Vorgesetzte schwieriger werden, ihren Mitarbeitern diese Möglichkeit künftig zu verwehren.

Die Arbeitswelt ändert sich und mit ihr Benefits für die Beschäftigten. Neu sind zusätzlicher Urlaub aus familiären Gründen und Zuschüsse zur Ausstattung fürs Homeoffice. Mehr als die Hälfte der Firmen haben bereits neue Benefits eingeführt. Durch den Trend zum dezentralen Arbeiten verändern sich die Skills in der IT. Der verstärkte Einsatz von Tools zur Remote-Arbeit erfordert spezialisierte Supportkräfte, während klassischer 1st-Level-Support aufgrund künstlicher Intelligenz weiter an Bedeutung verliert.

Remote-Tätigkeiten führen dazu, dass IT-Sicherheit und Cloud-Technologien wichtiger werden. Trotz aktueller Entspannung am Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte werden die Gehälter voraussichtlich nicht sinken. Die Studienautoren erwarten eine Stagnation in diesem Jahr. Stark gesucht werden zurzeit unter anderen IT-Helpdesk-Analysten und Systemadministratoren. Aktuell verdient ein Analyst im Desktop-Support durchschnittlich 38.500 Euro jährlich und Systemadministratoren bekommen 53.750 Euro.

Das niedrigste Durchschnittsgehalt haben PC-Techniker mit 36.250 Euro, das höchste Software-Architekten mit 82.500 Euro. IT-Leiter verdienen im Durchschnitt 93.250 Euro. CIOs sind die absoluten Spitzenverdiener unter dem IT-Personal mit durchschnittlich 155.000 Euro.

Neben Aufgabe und Hierarchie ist Region ein wichtiger Faktor fürs Gehalt

Neben der Aufgabe und Hierarchie wirkt sich die Region als ein weiterer Faktor auf das Gehalt aus. So liegen die Gehälter etwa in Essen 5 Prozent unter dem Durchschnitt, in München 12 Prozent darüber. Allerdings sind in der bayerischen Metropole die Lebenshaltungskosten höher als im Ruhrgebiet, was den Mehrverdienst aufzehrt. Entwickler verdienen in München am meisten.

Talent.io, eine Rekrutierungsplattform für Tech-Profis, hat einen Gehaltsbericht 2021 für Software-Entwickler für zehn Großstädte in Europa erstellt, darunter Berlin, London und Paris.

Die Kunst der Gehaltsverhandlung

Der Blick über die Grenzen macht das nationale mit internationalen Einkommen vergleichbar. Für die Studie wurden mehr als 100.000 Vorstellungsgespräche analysiert. So wurden die Gehälter von Festangestellten und Tagessätze von Freiberuflern ermittelt, aufgeschlüsselt nach zehn Städten, vier Stufen des Dienstalters von Junior bis Executive, den vier Positionen Backend-, Frontend-, Full-Stack- und Lead-Entwickler sowie Festangestellten und Freelancern.

Die Gehälter von festangestellten Software-Entwicklern sind über alle Funktionen und Dienstaltersstufen in München mit durchschnittlich 67.400 Euro am höchsten und in den vier französischen Städten Lyon, Lille, Toulouse und Bordeaux mit 40.730 Euro am niedrigsten.

Freelancer-Stundensatz in Deutschland höher als in Frankreich

Die Erfahrung hat einen erheblichen Einfluss auf das Einkommen. In Hamburg beispielsweise verdient ein Backend-Entwickler mit vier bis sieben Jahren Berufserfahrung 62.750 Euro. Davor sind es 10.000 Euro weniger, danach 2.000 Euro mehr. Freiberufliche Entwickler in Deutschland haben im Median einen um etwa 50 Prozent höheren Tagessatz als französische Fachkräfte.

Die Technologie ist das Handwerkszeug eines Entwicklers und deshalb wesentlich für die Arbeit. Deshalb hat talent.io untersucht, wie oft Technologien in einem Jobangebot auftauchen, um daraus deren Bedeutung abzuleiten. Die meistgefragte Frontend-Technologie ist in Berlin, London und Paris React, gefolgt von Javascript. Bei den Backend-Technologien sind es in Paris und London Node.js, in Berlin Java. In der deutschen Hauptstadt liegt Node.js auf dem zweiten Platz.

Kurzer Hinweis im Sinne der Transparenz: Golem.de kooperiert mit talent.io.

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 Studien zu IT-Gehältern: Gute Aussichten in schlechten Zeiten
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