Abo
  • Services:
Anzeige
Computernutzer
Computernutzer (Bild: Mikhail Mordasov/AFP/Getty Images)

Studie: Zusammenhang zwischen Empathie und Internetsucht

Computernutzer
Computernutzer (Bild: Mikhail Mordasov/AFP/Getty Images)

Wer über eine eher niedrig ausgeprägte Empathie verfügt, ist eher anfällig für Onlinesucht - oder umgekehrt: Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Ulm. Sie haben in ihrer Studie auch kulturelle Einflüsse berücksichtigt.

Anzeige

Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Fähigkeit zum Mitgefühl und problematischer Internetnutzung: Das wollen Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Ulm herausgefunden haben. Dabei haben sie auch berücksichtigt, wie sehr das Problem der Onlinesucht durch die Kultur beeinflusst wird. "Problematische Internetnutzung tritt vor allem in asiatischen Ländern auf. In Südkorea sind sogar Menschen gestorben, nachdem sie beispielsweise mehrfach 50 Stunden ohne Unterbrechung online 'gezockt' haben", sagt Professor Christian Montag. "Aber auch in westlichen Kulturkreisen nimmt das Problem zu."

Montag ist Leiter der Abteilung für Molekulare Psychologie an der Uni Ulm und Senior-Autor der Studie. Mit seinen Kollegen hat er in Deutschland und China die Internetgewohnheiten und die Empathie von rund 640 Studierenden erfasst. Sie wurden unter anderem danach gefragt, wie gut sie Gemütszustände ihrer Mitmenschen einschätzen und deren Reaktionen vorhersagen können. Im Internetsucht-Fragebogen sollten die Teilnehmer beispielsweise Angaben dazu machen, ob sie verheimlichen, wie lange sie im Internet sind oder was sie online machen.

Die Selbstauskünfte der Studierenden hätten gezeigt, dass der Zusammenhang zwischen Mitgefühl und Internetnutzung erstaunlich deutlich sei. "Er tritt unabhängig von Alter, Kultur und Geschlecht auf. Denn obwohl sich die Stichproben hinsichtlich Alter und Geschlechtsverteilung signifikant unterscheiden, ist der Effekt auch nach Bereinigung der Ausgangsunterschiede durchgängig vorhanden", so Melchers.

Allerdings: Laut Montag ist der Zusammenhang ein Henne-Ei-Problem. "Senkt übermäßige Nutzung von Onlinemedien die Empathie-Fähigkeit, oder führt andersherum mangelndes Mitgefühl zu Internetsucht?" Die aktuelle Studie könne diese Frage nicht final beantworten. Angesichts der negativen Auswirkungen von exzessiver Onlineübernutzung - sozialer Isolation und gesundheitliche Risiken - sieht Montag die Notwendigkeit weiterer Forschung.


eye home zur Startseite
jungundsorglos 02. Okt 2015

Genau. Allerdings gibt es auch viele andere Gründe für die Veränderung des...

jungundsorglos 02. Okt 2015

Empathie und soziale Kompatibilität sind zwei paar Schuhe. Man kann auch sehr empathisch...

jungundsorglos 02. Okt 2015

Das Internet besteht für viele Leute zum großen Teil aus sozialen Medien und sozialen...

Moe479 01. Okt 2015

naja, chronische ordnungsliebe hatte ich noch nie ... man kann ja auch mal ne ifw...

theonlyone 01. Okt 2015

Gerade solche "Umfragen" machen nur bei wirklich großen Zahlen Sinn, damit man die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SQS Software Quality Systems AG, Frankfurt, Köln, München, deutschlandweit
  2. Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen bei Stuttgart
  3. Allianz Deutschland AG, Stuttgart
  4. DFS Aviation Services GmbH, Langen


Anzeige
Blu-ray-Angebote

Folgen Sie uns
       


  1. Apple iOS 11 im Test

    Alte Apps weg, Daten weg, aber sonst alles gut

  2. Bitkom

    Ausbau mit Glasfaser kann noch 20 Jahre dauern

  3. Elektroauto

    Nikolas E-Trucks bekommen einen Antrieb von Bosch

  4. HHVM

    Facebook konzentriert sich künftig auf Hack statt PHP

  5. EU-Datenschutzreform

    Bitkom warnt Firmen vor Millionen-Bußgeldern

  6. Keybase Teams

    Opensource-Teamchat verschlüsselt Gesprächsverläufe

  7. Elektromobilität

    In Norwegen fehlen Ladesäulen

  8. Metroid Samus Returns im Kurztest

    Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin

  9. Encrypted Media Extensions

    Web-DRM ist ein Standard für Nutzer

  10. TP Link Archer CR700v

    Einziger AVM-Konkurrent bei Kabelroutern gibt auf



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Edge Computing: Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
Edge Computing
Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
  1. Software AG Cumulocity IoT bringt das Internet der Dinge für Einsteiger
  2. DDoS 30.000 Telnet-Zugänge für IoT-Geräte veröffentlicht
  3. Deutsche Telekom Narrowband-IoT-Servicepakete ab 200 Euro

Kein App Store mehr: iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
Kein App Store mehr
iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
  1. Betriebssystem Apple veröffentlicht Goldmaster für iOS, tvOS und WatchOS
  2. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro
  3. Apple iPhone 8 und iPhone 8 Plus lassen sich drahtlos laden

  1. Re: Macht das überhaupt Sinn, eTrucks?

    subjord | 05:42

  2. Re: Als Android-Nutzer beneide ich euch

    quasides | 05:42

  3. Re: Da wird sich nichts tun

    bombinho | 05:37

  4. Re: Ich habe beides - Android und iOS

    quasides | 05:32

  5. Re: Wieso gehts dann anderswo?

    postb1 | 05:03


  1. 19:04

  2. 18:51

  3. 18:41

  4. 17:01

  5. 16:46

  6. 16:41

  7. 16:28

  8. 16:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel