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Antrophic-Studie: Nutzer in Industrienationen haben mehr Angst vor KI

Bei der KI-Nutzung gibt es große Unterschiede zwischen Industrie- und Schwellenländern. In letzteren überwiegt der Optimismus.
/ Mike Faust
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Die Anthropic-Studie zeigt, dass Menschen ein ambivalentes Verhältnis zu KI haben. (Bild: Michael M. Santiago/Getty Images)
Die Anthropic-Studie zeigt, dass Menschen ein ambivalentes Verhältnis zu KI haben. Bild: Michael M. Santiago/Getty Images

Das KI-Unternehmen Anthropic hat in einer weltweit angelegten Studie 80.500 Claude-Nutzer zu Hoffnungen und Ängsten in Bezug auf KI befragt. Wie das Unternehmen mitteilte(öffnet im neuen Fenster) , kam bei der Befragung ein KI-Interviewer zum Einsatz.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist: Menschen haben ein ambivalentes Verhältnis zu KI. Wer KI zum Lernen nutzt, befürchtet den Verlust des eigenen Denkens. Und wer KI zur emotionalen Unterstützung verwendet, hat Angst vor einer möglichen Abhängigkeit.

Deutlich verschiedene Sichtweisen haben Menschen aus Industrie- und Menschen aus Schwellenländern. Erstere sind bei der Nutzung von KI skeptischer und konzentrieren sich stärker auf Anwendungen, die dabei helfen, komplexe Lebensumstände zu vereinfachen. Bedenken zu den Themen Datenschutz und staatliche Regulierung sind zudem ausgeprägter.

Verlust der eigenen Autonomie befürchtet

In Schwellenländern herrscht hingegen eine optimistische Einstellung gegenüber KI. Diese wird als Chance angesehen, Bildungslücken zu schließen und ohne den Einsatz von viel Kapital ein Unternehmen zu gründen.

Knapp ein Drittel der Befragten gibt an, dass der deutlichste Nutzen von KI eine Beschleunigung von Arbeitsabläufen darstelle. KI wird zudem als Brainstorming-Partner geschätzt, der rund um die Uhr verfügbar ist und als urteilsfreier Raum für Gespräche wahrgenommen (g+) wird.

Zu den größten Bedenken, die KI auslöst, gehören die Möglichkeit von Halluzinationen und Ungenauigkeiten sowie der Aufwand, den die Faktenprüfung verursacht. Der Verlust von Arbeitsplätzen und eine wachsende wirtschaftliche Ungleichheit werden ebenso als Risiko wahrgenommen wie der Verlust der eigenen Autonomie und Handlungsfähigkeit. Hinzu kommt die Sorge, dass durch eine Überbeanspruchung von KI persönliche Fähigkeiten und kritisches Denken verloren gingen.


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