Abo
  • Services:
Anzeige
Verstößt laut einer Studie gegen europäisches Verbraucherrecht: Facebook
Verstößt laut einer Studie gegen europäisches Verbraucherrecht: Facebook (Bild: Dan Kitwood/Getty Images)

Studie zu neuen Datenschutzregeln: Facebook verletzt europäisches Verbraucherrecht

Verstößt laut einer Studie gegen europäisches Verbraucherrecht: Facebook
Verstößt laut einer Studie gegen europäisches Verbraucherrecht: Facebook (Bild: Dan Kitwood/Getty Images)

Facebook verletzt die Rechte seiner europäischen Mitglieder. Das Unternehmen verstoße gegen europäisches Verbraucherrecht, heißt es in einer Studie im Auftrag der belgischen Datenschutzkommission.

Anzeige

Facebook verstößt laut Juristen mit seinen im Januar 2015 in Kraft getretenen Datenschutzbestimmungen gegen belgisches und europäisches Recht. Das geht aus einer Studie der Freien Universität Brüssel und der Katholischen Uni Löwen hervor, die von der belgischen Datenschutzkommission in Auftrag gegeben worden war. Die neuen Datenschutzregeln erweiterten lediglich die bisherigen Richtlinien des sozialen Netzwerks und verletzten weiterhin die europäischen Verbraucherrechte, heißt es in dem 61 Seiten umfassenden Bericht.

So hätten die Mitglieder keine ausreichende Kontrolle darüber, ob ihre Inhalte für kommerzielle Zwecke genutzt würden. In seinen Richtlinien räumt Facebook sich das Recht ein, Werbung stärker als bisher personalisieren zu können. Dafür sollen unter anderem Informationen über besuchte Seiten und genutzte Apps ausgewertet werden.

Dem Nutzer unzumutbar

Facebook überfordere seine Mitglieder, schreiben die Autoren. Das Netzwerk erwarte, dass "sie sich durch die umfassenden Einstellungen klicken wie zum Beispiel die Privatsphäreeinstellungen, App-Berechtigungen, Werbeanzeigen und Follower-Funktionen". Die Standardeinstellungen erlaubten zum Beispiel die Auswertung von standortbezogenen Daten, heißt es in der Studie.

In dem Bericht steht auch, dass es keine Möglichkeit in der Facebook-App gibt, die Übermittlung von Standortdaten abzuschalten, außer im Betriebssystem selbst. Die neuen Datenschutzregeln haben den Weg für ortsbasierte Werbeanzeigen freigemacht, sofern der Nutzer seinen Aufenthaltsort mit Facebook teilt.

Den Autoren zufolge sind viele Formulierungen in Facebooks Datenschutzregeln unverständlich. Unklar sei zum Beispiel, was das Netzwerk meine, wenn es schreibe, es nutze die Inhalte seiner Mitglieder "zu Werbezwecken". "Werden Profilbilder nur für 'Sponsored Stories' genutzt oder auch für 'Social Advert'?" Nutzer bekämen einfach keine eindeutigen Auskünfte, schreiben die Autoren.

Die Autoren kommen in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass Facebooks Richtlinien in mehreren Fällen gegen europäisches Verbraucherrecht verstießen. Das Netzwerk verstoße gegen die europäische Richtlinie über missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen. Darin heißt es: "Eine Vertragsklausel, die nicht im Einzelnen ausgehandelt wurde, ist als missbräuchlich anzusehen, wenn sie entgegen dem Gebot von Treu und Glauben zum Nachteil des Verbrauchers ein erhebliches und ungerechtfertigtes Missverhältnis der vertraglichen Rechte und Pflichten der Vertragspartner verursacht."

AGB waren Ende Januar in Kraft getreten

Facebook hatte seine neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ende Januar eingeführt. Alle 1,4 Milliarden Nutzer akzeptierten beim Einloggen formal die neuen Richtlinien - ein Widerspruchsrecht gab es nicht. Wollen Mitglieder die Datennutzung von Facebook verhindern, müssen sie sich bei dem Netzwerk abmelden. Die Alternative: Der Verein Digitale Gesellschaft hat Tipps zusammengestellt, wie sich Facebook-Nutzer gegen das Datensammeln des Unternehmens schützen können.


eye home zur Startseite
FreiGeistler 01. Mär 2015

Gegen Europäisches Datenschutzrecht ist dann doch ein anderer Happen als gegen deutsches...

Atzeonacid 24. Feb 2015

...ein Krebsgeschwür schadet meist der Gesundheit. Na Hauptsache die Wissenschaft hat was...

PitiRocker 24. Feb 2015

Es kann garnicht um "uns" gehen da wir nicht der Kunde (=Kundendaten) sondern das Produkt...

Niaxa 24. Feb 2015

Zu 2. In DE erledigt das die Staatsanwaltschaft. Und in beiden Ländern ist das nur eine...

Niaxa 24. Feb 2015

Das macht aber kein Mensch. Wo siehst du bitte das man sich nur auf FB einschießt. Es...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. L'TUR Tourismus AG, Baden-Baden
  2. Ratbacher GmbH, Raum Nürnberg
  3. ANSYS Germany GmbH, Hannover
  4. DEUTZ AG, Köln-Porz


Anzeige
Top-Angebote
  1. 219,90€ + 7,98€ Versand (Vergleichspreis 269€)
  2. ab 179,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Fifa 18 im Test

    Kick mit mehr Taktik und mehr Story

  2. Trekstor

    Kompakte Convertibles kosten ab 350 Euro

  3. Apple

    4K-Filme in iTunes laufen nur auf neuem Apple TV

  4. Bundesgerichtshof

    Keine Urheberrechtsverletzung durch Google-Bildersuche

  5. FedEX

    TNT verliert durch NotPetya 300 Millionen US-Dollar

  6. Arbeit aufgenommen

    Deutsches Internet-Institut nach Weizenbaum benannt

  7. Archer CR700v

    Kabelrouter von TP-Link doch nicht komplett abgesagt

  8. QC35 II

    Bose bringt Kopfhörer mit eingebautem Google Assistant

  9. Nach "Judenhasser"-Eklat

    Facebook erlaubt wieder gezielte Werbung an Berufsgruppen

  10. Tuxedo

    Linux-Notebook läuft bis zu 20 Stunden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Kein App Store mehr: iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
Kein App Store mehr
iOS-Nutzer sollten das neue iTunes nicht installieren
  1. Drei Netzanbieter warnt vor Upgrade auf iOS 11
  2. Betriebssystem Apple veröffentlicht Goldmaster für iOS, tvOS und WatchOS
  3. iPhone iOS 11 bekommt Schutz gegen unerwünschte Memory-Dumps

Inspiron 5675 im Test: Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
Inspiron 5675 im Test
Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
  1. Android 8.0 im Test Fertig oder nicht fertig, das ist hier die Frage
  2. Logitech Powerplay im Test Die niemals leere Funk-Maus
  3. Polar vs. Fitbit Duell der Schlafexperten

Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Messenger Wire-Server steht komplett unter Open-Source-Lizenz
  2. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack
  3. Kreditrating Equifax' Krisenreaktion ist ein Desaster

  1. Re: natürlich ist das sinnvoll

    Sarkastius | 04:00

  2. Re: Ein Ersatz für Pulse?

    Seitan-Sushi-Fan | 03:22

  3. Re: Die Umfrage ist ziemlich wertlos ohne weitere...

    maverick1977 | 03:15

  4. Re: Vodafone Cable in Berlin Verbindungsabbrüche

    SzSch | 03:03

  5. Re: History repeats itself

    Seitan-Sushi-Fan | 03:00


  1. 18:13

  2. 17:49

  3. 17:39

  4. 17:16

  5. 17:11

  6. 16:49

  7. 16:17

  8. 16:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel