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Mensch und Maschine vernetzen
Mensch und Maschine vernetzen (Bild: Pau Barrena/Bloomberg via Getty Images)

Studie zu Digitalisierung: Das Milliardenpotenzial von Industrie 4.0

Mensch und Maschine vernetzen
Mensch und Maschine vernetzen (Bild: Pau Barrena/Bloomberg via Getty Images)

Industrie 4.0, Digitalisierung, vierte industrielle Revolution: Das erzeugt bei vielen Unternehmen und Mitarbeitern noch immer Ängste. Eine neue Studie zur digitalen Vernetzung von Mensch und Maschine stimmt optimistisch.

Soviel auf der Hannover Messe 2016 auch die Rede ist von den Chancen der Industrie 4.0: Noch immer gibt es bei Unternehmen wie Beschäftigten viele Ängste. Deutschland könne den Anschluss verlieren, viele Jobs überflüssig werden. Die Berater von Roland Berger zumindest sind zuversichtlich. Die Digitalisierung könne die Kapitaleffizienz der westeuropäischen Unternehmen massiv verbessern, schreiben sie in einer neuen Studie. Auch könne die Arbeitsplatzbilanz unter dem Strich positiv ausfallen.

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Industrie 4.0 dürfe nicht mit Automatisierung verwechselt werden, sagte Roland-Berger-Partner Thomas Rinn. "Denn durch die Automatisierung werden Produktionsprozesse nur durch eine höhere Kapitalbindung effizienter. Ein effizienterer Einsatz des Kapitals wird erst durch Industrie 4.0 möglich."

Schon in den vergangenen Jahren profitierten die deutschen Unternehmen der Studie zufolge. Als einziges Land habe Deutschland in den vergangenen 15 Jahren durch den konsequenten Ausbau von Industrie 4.0 die Kapitalrendite in der Industrie deutlich von 12 auf mehr als 30 Prozent steigern können. Weiteres Potenzial sei vorhanden. Am Beispiel eines Automobilzulieferers habe man errechnet, dass durch die Umstellung der Produktion auf Industrie 4.0 die Rendite auf das eingesetzte Kapital um 25 Prozentpunkte auf 40 Prozent verbessert werden könnte. Zudem sei eine Verbesserung der Maschinenauslastung von 65 Prozent auf 90 Prozent möglich.

420 Milliarden Euro durch Industrie 4.0

Für Westeuropa insgesamt sieht Roland Berger die Chance, die Kapitaleffizienz durch den verstärkten Einsatz von Industrie 4.0 von heute 18 Prozent auf 28 Prozent im Jahr 2035 zu steigern. "Dies kann zu einem zusätzlichen Wertbeitrag von 420 Milliarden Euro durch höhere Gewinne und weniger gebundenes Kapital führen."

Dabei können nach Einschätzung der Industrie nicht nur die großen Konzerne profitieren. Die 4.0-Lösungen könnten inzwischen auf die Bedürfnisse des Mittelstands zugeschnitten werden, sagte Siemens-Industrievorstand Klaus Helmrich auf der Hannover Messe. "Egal, ob es sich um große Konzerne oder innovative mittelständische Betriebe handelt: Siemens begleitet und unterstützt seine Kunden auf dem Weg zu Industrie 4.0."

Dazu müssten die kleineren Unternehmen die notwendigen Investitionsmittel in die Hand nehmen. Viele Mittelständler hätten dies erkannt. Siemens setzt auf eine durchgängige Digitalisierung. So sollen zum Beispiel die Daten aus der Produktion und dem Service in das Design neuer Produkte und die Planung der Fertigung miteinfließen.

Obwohl die Produktivität weiter steigen wird, prognostizieren zumindest die Experten von Roland Berger unter dem Strich keine Arbeitsplatzverluste. "Traditionelle Jobs in der Industrie werden verloren gehen, dafür können in Westeuropa bis zu zehn Millionen neue Arbeitsplätze entstehen - vor allem im Bereich der Dienstleistung und IT", sagte Roland-Berger-Partner Max Blanchet. In Summe ergebe sich ein positiver Effekt.


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asd 28. Apr 2016

Das die Verteilung nicht gerecht ist, da bin ich bei dir. Trotzdem sollte man nicht alles...

hle.ogr 28. Apr 2016

Danke. Das erlaubt mir etwas mehr die Sache bzgl I4.0 einzuordnen. Es verbleibt dennoch...

Claxton 28. Apr 2016

Ich denke du meinst TTIP Transatlantic Trade and Investment Partnership ansonsten kannst...

Moe479 27. Apr 2016

soll heißen der gewinn daraus soll den westeuropäischen kapitaleignern massiv zukommen ...



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