Studie: Windows in Unternehmen deutlich instabiler als MacOS
Die Zuverlässigkeit von Windows-Systemen in Unternehmen bleibt hinter der von MacOS zurück. Dies geht aus dem aktuellen Digital Employee Experience Report(öffnet im neuen Fenster) von Omnissa hervor. Das Unternehmen, ein im Jahr 2024 aus der VMware-Sparte für Endnutzer-Lösungen ausgegründeter Anbieter von Management-Software, wertete dafür anonymisierte Telemetriedaten von Millionen Endgeräten aus dem Jahr 2025 aus.
Die Daten verdeutlichen den Einfluss technischer Probleme auf die Produktivität. Laut Bericht benötigen Beschäftigte nach einer Arbeitsunterbrechung im Schnitt rund 24 Minuten, um wieder vollständig in ihre Aufgaben zurückzufinden. Im direkten Vergleich der Betriebssysteme zeigt Windows signifikant höhere Fehlerraten.
Hohe Differenz bei Systemhängern
Die Auswertung beziffert die Instabilitäten über relative Faktoren: Windows verzeichnete demnach eine 3,1-mal höhere Rate an erzwungenen Systemabschaltungen als MacOS. Bei Anwendungsabstürzen liegt der Faktor bei 2,2. Besonders deutlich ist der Unterschied bei Programmstillständen ( "Hänger" ), die unter Windows 7,5-mal häufiger auftraten als auf Apple-Hardware. Absolute Zahlen zur Gesamthäufigkeit der Abstürze nennt der Bericht hingegen nicht.
Parallel zur technischen Instabilität identifiziert Omnissa erhebliche Wartungsrückstände. In regulierten Branchen wie dem Gesundheitswesen hinken mehr als 50 Prozent der Windows- und Android-Geräte fünf großen Betriebssystem-Updates hinterher. Auch im Bildungssektor bestehen Sicherheitsdefizite, da dort über die Hälfte der Desktop- und Mobilgeräte unverschlüsselt betrieben werden. Microsoft hatte zuletzt zwar spezifische Fehler bei Bluetooth und Unternehmensanmeldungen behoben und Verbesserungen bis 2026 angekündigt, doch der Ist-Zustand bleibt laut Telemetriedaten belastet.
KI-Nutzung: Copilot versus Konkurrenz
Ein weiterer Aspekt der Untersuchung betrifft den Einsatz von KI-Werkzeugen auf mobilen Endgeräten. Während Microsofts Copilot auf 97,5 Prozent der verwalteten mobilen Unternehmensgeräte installiert ist, nutzen Mitarbeiter häufig parallel Lösungen anderer Anbieter.
So findet sich ChatGPT auf 91 Prozent der untersuchten iOS-Geräte im Firmeneinsatz wieder. Auf Android-Plattformen greifen 61 Prozent der Anwender zusätzlich auf Googles Gemini zurück. Die weite Verbreitung von Copilot durch Vorinstallation führt somit nicht zu einer exklusiven Nutzung im mobilen Arbeitsalltag.
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