Studie: Wie aus Luft Treibstoff hergestellt wurde

Ein Forschungsteam aus Zürich hat auf dem Dach seines Labors verschiedene Brennstoffe hergestellt. Diese könnten in Zukunft den gesamten Luftfahrt-Verkehr versorgen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Die Mini-Solarraffinerie an der ETH Zürich
Die Mini-Solarraffinerie an der ETH Zürich (Bild: Alessandro Della Bella/ETH Zürich)

Ein Forschungsteam aus Zürich hat verschiedene Brennstoffe hergestellt - und seines Labors. Den Treibstoff könnte man dem Team zufolge mit "einem Bruchteil der Fläche der Sahara" herstellen, um damit die "gesamte kommerzielle Flugzeugindustrie" zu versorgen.

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Beim Versuch konnten während eines Tages mit sieben nutzbaren Sonnenstunden 32 Milliliter Methanol hergestellt werden. Dieses war aber noch mit Wasser vermischt, was die Hauptverunreinigung des Gemischs war.

Beim Wechsel des Reaktionsgemischs könnte auch synthetische Kerosin hergestellt werden, was sich leichter vom Wasser trennen lässt. Ein Vorteil daran wäre, dass dem synthetischen Kerosin die schwefel- und stickstoffhaltigen Chemikalien fehlen, durch die häufig Ruß und andere Schadstoffe bei der Verbrennung entstehen.

Von Luft zu Treibstoff in drei Schritten

Die Ergebnisse werden in dem PaperDrop-in Fuels from Sunlight and Air (engl. Drop-in-Kraftstoffe aus Sonnenlicht und Luft) beschrieben, das am 3. Oktober bei der Fachzeitschrift Nature erschien. Der genaue Ablauf des Prozesses wird im nachfolgenden Video beschrieben.

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Zwar würde das Verfahren funktionieren, jedoch sei es im jetzigen Zustand nicht produktiv genug und somit nicht wirtschaftlich tragbar. Deswegen habe sich das Forschungsteam in seiner Studie stark mit der Optimierung des Verfahrens beschäftigt. Dazu gehören unter anderem die Verwendung von besseren Katalysatoren, effizientere Mittel zur Speicherung der Gase und die bessere Nutzung der Abwärme während des Prozesses.

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Die Sahara als Treibstofflieferant

Aber auch die Ausmaße einer rentablen Anlage waren ein wichtiger Punkt in dem Paper. Um einen täglichen Hin- und Rückflug zwischen New York City und London mit Treibstoff zu versorgen, wären nach Schätzungen der Forscher zehn Spiegelfarmen erforderlich. Diese müssten das Sonnenlicht in einem Gebiet mit starker und gleichmäßiger Sonneneinstrahlung auf ihre Reaktionskammern richten.

Die Wüste Sahara wäre laut dem Forschungsteam dafür besonders gut geeignet. Für den Hin- und Rückflug müssten circa 3,8 Quadratkilometer der Wüste mit Spiegeln bedeckt werden - das entspricht ungefähr einem Viertel der Fläche der kalifornischen Solaranlage Ivanpah. Um den gesamten Treibstoffbedarf der kommerziellen Luftfahrt zu decken, müsste man laut den Forschenden ein halbes Prozent der Fläche der Sahara einnehmen. Das entspreche circa 46.000 Quadratkilometern oder ungefähr den gemeinsamen Flächen, die von den Niederlanden und zweimal Luxemburg eingenommen würden.

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neocron 08. Nov 2021

Danke Captain! Ach komm mein kleiner Moechtegern-Rebell. Man muss nicht lange suchen, um...

Lehmmanbnhb 06. Nov 2021

Nein. Was ich Dir damit sagen möchte, ist folgendes: Wir haben derzeit ein "abbezahltes...

Eheran 06. Nov 2021

1. Nein, natürlich nicht. Der Satz ist Unsinn. 2. Ja, wäre schön, wenn der Artikel mehr...

Eheran 05. Nov 2021

Neu ist hier wohl, dass man alle Schritte direkt gekoppelt hat. Also statt etwa die...

Eheran 05. Nov 2021

Na das will ich mal sehen. Da gibt es natürlich noch die ganze sonstige...



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