Studie: Wie aus Luft Treibstoff hergestellt wurde
Ein Forschungsteam aus Zürich hat auf dem Dach seines Labors verschiedene Brennstoffe hergestellt. Diese könnten in Zukunft den gesamten Luftfahrt-Verkehr versorgen.
Ein Forschungsteam aus Zürich hat verschiedene Brennstoffe hergestellt - und seines Labors. Den Treibstoff könnte man dem Team zufolge mit "einem Bruchteil der Fläche der Sahara" herstellen, um damit die "gesamte kommerzielle Flugzeugindustrie" zu versorgen.
Beim Versuch konnten während eines Tages mit sieben nutzbaren Sonnenstunden 32 Milliliter Methanol hergestellt werden. Dieses war aber noch mit Wasser vermischt, was die Hauptverunreinigung des Gemischs war.
Beim Wechsel des Reaktionsgemischs könnte auch synthetische Kerosin hergestellt werden, was sich leichter vom Wasser trennen lässt. Ein Vorteil daran wäre, dass dem synthetischen Kerosin die schwefel- und stickstoffhaltigen Chemikalien fehlen, durch die häufig Ruß und andere Schadstoffe bei der Verbrennung entstehen.
Von Luft zu Treibstoff in drei Schritten
Die Ergebnisse werden in dem Paper Drop-in Fuels from Sunlight and Air (engl. Drop-in-Kraftstoffe aus Sonnenlicht und Luft) beschrieben, das am 3. Oktober bei der Fachzeitschrift Nature erschien. Der genaue Ablauf des Prozesses wird im nachfolgenden Video beschrieben.
Zwar würde das Verfahren funktionieren, jedoch sei es im jetzigen Zustand nicht produktiv genug und somit nicht wirtschaftlich tragbar. Deswegen habe sich das Forschungsteam in seiner Studie stark mit der Optimierung des Verfahrens beschäftigt. Dazu gehören unter anderem die Verwendung von besseren Katalysatoren, effizientere Mittel zur Speicherung der Gase und die bessere Nutzung der Abwärme während des Prozesses.
Die Sahara als Treibstofflieferant
Aber auch die Ausmaße einer rentablen Anlage waren ein wichtiger Punkt in dem Paper. Um einen täglichen Hin- und Rückflug zwischen New York City und London mit Treibstoff zu versorgen, wären nach Schätzungen der Forscher zehn Spiegelfarmen erforderlich. Diese müssten das Sonnenlicht in einem Gebiet mit starker und gleichmäßiger Sonneneinstrahlung auf ihre Reaktionskammern richten.
Die Wüste Sahara wäre laut dem Forschungsteam dafür besonders gut geeignet. Für den Hin- und Rückflug müssten circa 3,8 Quadratkilometer der Wüste mit Spiegeln bedeckt werden - das entspricht ungefähr einem Viertel der Fläche der kalifornischen Solaranlage Ivanpah. Um den gesamten Treibstoffbedarf der kommerziellen Luftfahrt zu decken, müsste man laut den Forschenden ein halbes Prozent der Fläche der Sahara einnehmen. Das entspreche circa 46.000 Quadratkilometern oder ungefähr den gemeinsamen Flächen, die von den Niederlanden und zweimal Luxemburg eingenommen würden.
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Danke Captain! Ach komm mein kleiner Moechtegern-Rebell. Man muss nicht lange suchen, um...
Nein. Was ich Dir damit sagen möchte, ist folgendes: Wir haben derzeit ein "abbezahltes...
1. Nein, natürlich nicht. Der Satz ist Unsinn. 2. Ja, wäre schön, wenn der Artikel mehr...
Neu ist hier wohl, dass man alle Schritte direkt gekoppelt hat. Also statt etwa die...