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Studie: Wer Spiele entwickelt, landet erschreckend oft im Burnout

Eine Studie zeichnet ein düsteres Bild der Spielebranche: 94 Prozent der befragten Entwickler berichten von Burnout-Symptomen.
/ Peter Steinlechner
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Spieleentwickler in Photogrammetrie-Studio (Bild: CHRISTOPHE ARCHAMBAULT/AFP via Getty Images)
Spieleentwickler in Photogrammetrie-Studio Bild: CHRISTOPHE ARCHAMBAULT/AFP via Getty Images

Die Entwicklung von Computerspielen gilt als Traumberuf. Doch eine neu im Rahmen der GDC 2026(öffnet im neuen Fenster) vorgestellte Studie zur psychischen Gesundheit von Beschäftigten in der Gaming-Branche zeigt, dass die Realität oft deutlich weniger glamourös ausfällt. Demnach berichten 94 Prozent der befragten Entwickler von mindestens einem Burnout-Symptom.

Vorgestellt wurden die Ergebnisse von der Organisation Take This, die sich seit Jahren mit mentaler Gesundheit in der Games-Industrie beschäftigt. Ziel der Untersuchung war es herauszufinden, wie es Entwicklern aktuell geht, welche Belastungen sie erleben und welche Unterstützung sie sich von Arbeitgebern wünschen. Die Ergebnisse fallen alarmierend aus.

Besonders auffällig: Nur rund 20 Prozent der Teilnehmer bewerteten ihre psychische Gesundheit als gut oder sehr gut. Lediglich zwei Prozent stuften sie als ausgezeichnet ein. Gleichzeitig gaben 94 Prozent an, mindestens eines von zwölf abgefragten Burnout-Symptomen zu erleben. Im Durchschnitt berichteten die Befragten sogar von sieben Symptomen gleichzeitig.

Wenn ein Hobby zum Beruf wird ...

Als einen wichtigen Faktor nennen die Studienautoren die besondere Stellung von Spielen im Leben vieler Entwickler. Anders als in vielen anderen Branchen sind Spiele für zahlreiche Beschäftigte nicht nur Arbeit, sondern zugleich Hobby, Leidenschaft und Teil ihres sozialen Umfelds.

Diese enge emotionale Bindung könne dazu führen, dass Menschen weit mehr Zeit und Energie investierten als in anderen Berufen üblich – selbst dann, wenn kein direkter Druck von Vorgesetzten ausgehe.

Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Branche ohnehin mit erheblichen Problemen kämpft. In den vergangenen Jahren prägten Entlassungswellen, Studioschließungen und Sparprogramme die Schlagzeilen. Auf der GDC im Frühjahr 2026 wurde zudem intensiv über die Folgen generativer KI, schwierige Finanzierungsbedingungen und die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt diskutiert.

Als mögliche Gegenmaßnahmen nannten die Forscher unter anderem flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Angebote, Wellness-Zuschüsse sowie mehr Aufklärung über Themen wie ADHS, Autismus, Burnout-Prävention und den Umgang mit Entlassungen. Ziel sei es, konkrete Hilfen für Beschäftigte und Studios zu entwickeln.


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