Abo
  • Services:
Anzeige
Was früher der Gameboy war, ist für viele Kinder heute das Smartphone.
Was früher der Gameboy war, ist für viele Kinder heute das Smartphone. (Bild: Greg Baker/AFP/Getty Images)

Studie: Schon Dreijährige wissen, wie sie Youtube finden

Was früher der Gameboy war, ist für viele Kinder heute das Smartphone.
Was früher der Gameboy war, ist für viele Kinder heute das Smartphone. (Bild: Greg Baker/AFP/Getty Images)

Eine Studie zeigt, unter welchen Umständen Kinder das Internet kennenlernen. Interessant ist, wie viele Achtjährige bereits Dienste wie Facebook und Whatsapp nutzen.

Anzeige

Das Internet gehört auch für viele kleine Kinder schon zum Alltag. Gut die Hälfte der Achtjährigen (55 Prozent) ist in Deutschland online, 37 Prozent sogar mehrfach in der Woche oder täglich. Von den Sechsjährigen ist bereits fast ein Drittel (28 Prozent) regelmäßig im weltweiten Netz unterwegs, von den Dreijährigen immerhin jedes zehnte Kind.

Das geht aus der am Dienstag in Berlin präsentierten Studie Kinder in der digitalen Welt hervor, die das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (Divsi - eine Initiative der Deutschen Post) in Zusammenarbeit mit dem Sozialforschungsinstitut Sinus erarbeitet hat. Insgesamt wurden 1.029 Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren sowie 1.832 Eltern mit Kindern im Alter von 3 bis 8 Jahren befragt.

Was genau ist Internetnutzung?

Beim genaueren Hinsehen wird allerdings deutlich, wieso die Studie allenfalls als grober Indikator für die veränderte Mediennutzung dient: Es ist unklar, wie die Forscher das Online-Sein eigentlich genau definieren. Nutzt ein Dreijähriger bereits aktiv das Internet, wenn er auf dem Bildschirm einen Trickfilm guckt oder auf der Konsole spielt? Oder muss eine Interaktion stattfinden, also etwa das eigenständige Aufrufen einer Website, das Suchen nach einem Youtube-Video oder die Bedienung einer Smartphone-App? Und können kleine Kinder überhaupt kognitiv unterscheiden, ob sie nun fernsehen oder etwas aus dem Netz streamen?

"Kinder bewegen sich intuitiv im Internet und wissen häufig gar nicht, dass sie gerade online sind", schreiben die Autoren und weisen auf die daraus entstehenden Probleme bei der Datenerfassung hin: "Die Frage, wann und ob jemand online ist und/oder digitale Medien nutzt, kann nicht allein durch die Erfassung der Geräteverwendung oder der Selbstaussage der jeweiligen Personen beantwortet werden." Anders gesagt: Die genaue Definition der Internetnutzung ist schwierig, und nur weil ein Kind Dienste nutzt, muss es noch kein aktiver Internetnutzer sein.

"Digitale Lebenswelten"

Das macht die Studie deshalb nicht komplett überflüssig. Es geht nämlich nicht bloß um eine quantitative Erhebung vermeintlicher Internetnutzer, sondern vor allem um soziodemografische Faktoren, die den Kontakt von Kindern mit dem Internet beeinflussen. Entscheidend dafür, ob Kinder überhaupt online gehen wollen oder im Netz unterwegs sein dürfen, sei die Nähe der Eltern zur "digitalen Lebenswelt", heißt es.

Die Forscher von Divsi und Sinus bedienten sich für die Analyse einer eigenen Typologie, die sieben verschiedene "Internet-Milieus" für Kinder unter neun Jahren definiert. Auf der einen Seite des Spektrums stehen etwa die "Digital Souveränen", also Familien, die eine hohe Affinität zu digitalen Medien haben und das Internet alltäglich und weitreichend nutzen. Auf der anderen Seite stehen die "Internetfernen Verunsicherten": Die Eltern dieser Kinder nutzen das Internet nur selten, und wenn, dann nur sehr eingeschränkt.

Nicht ganz überraschend ist dann auch die allgemeine Erkenntnis: Je öfter die Eltern selbst im Netz unterwegs sind und digitale Medien nutzen, desto eher sind auch ihre Kinder online. Einen Unterschied zwischen Jungen und Mädchen gibt es dabei nicht.

Bildung und Alter beeinflussen die Inhalte

Interessanter ist, dass die digitale Ausstattung von Kindern und ihr technischer Zugang zu Onlinediensten keine finanzielle Frage ist: Bei der Gerätenutzung gibt es kaum Unterschiede hinsichtlich des Besitzes von TV-Geräten (97 Prozent insgesamt), Spielkonsolen (46 Prozent) oder Smartphones (32 Prozent) zwischen Familien mit geringem und hohem Einkommen. Lediglich Tablets (11 Prozent) und Laptops (41 Prozent) nutzen Kinder in Familien mit hohem Einkommen deutlich häufiger.

Die Nutzung der unterschiedlichen Geräte ist dabei vom Alter abhängig. Vor allem die Spielkonsole ist bereits in der Altersgruppe der Drei- bis Fünfjährigen beliebt. Mit dem Schuleintritt steigt die Nutzung des Computers, der bis zum neunten Lebensjahr die Konsolen überholt. Die Nutzung von Smartphones steigt ebenfalls kontinuierlich mit dem Alter an.

Für jüngere Kinder ist das Internet vor allem eine Spieleplattform, erst später kommen Informationssuche oder Bildung hinzu. Generell seien Jungen bei ihrem Umgang mit digitalen Medien spieleorientierter, Mädchen recherchierten öfter Informationen, hieß es bei der Vorstellung des Reports. Kleine Kinder von Eltern mit geringerer Bildung setzten eher auf Unterhaltung und nutzten das Internet seltener für Informationssuche und Lernen als der Nachwuchs von Eltern mit formal höherer Bildung.

Zwei Drittel der Eltern verbieten ihren Kindern das Internet 

eye home zur Startseite
User_x 24. Jun 2015

eben. Extrovertiert kommt weiter. Was ist also besser, als dem kind von vornherein...

Lapje 24. Jun 2015

Das ist ja wohl eher unsere Generation...^^

Lapje 24. Jun 2015

Denke mal vom renomierten Birnbaum-Institut?

Jasmin26 23. Jun 2015

mal andersrum, wie gross schätzt du deine "Medienkompetenz" ein .... wenn sich dir das...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. OEDIV KG, Bielefeld
  2. Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG, Mainz, Riedstadt
  3. Deloitte, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München
  4. CEMA AG, verschiedene Standorte


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-73%) 10,99€
  2. (-46%) 26,99€
  3. (-20%) 35,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Mirai-Nachfolger

    Experten warnen vor "Cyber-Hurrican" durch neues Botnetz

  2. Europol

    EU will "Entschlüsselungsplattform" ausbauen

  3. Krack-Angriff

    AVM liefert erste Updates für Repeater und Powerline

  4. Spieleklassiker

    Mafia digital bei GoG erhältlich

  5. Air-Berlin-Insolvenz

    Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

  6. Fraport

    Autonomer Bus im dichten Verkehr auf dem Flughafen

  7. Mixed Reality

    Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

  8. Nvidia

    Shield TV ohne Controller kostet 200 Euro

  9. Die Woche im Video

    Wegen Krack wie auf Crack!

  10. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Dokumentarfilm Pre-Crime: Wenn Computer Verbrechen vorhersagen
Dokumentarfilm Pre-Crime
Wenn Computer Verbrechen vorhersagen

Programmiersprache für Android: Kotlin ist auch nur eine Insel
Programmiersprache für Android
Kotlin ist auch nur eine Insel
  1. Programmiersprache Fetlang liest sich "wie schlechte Erotikliteratur"
  2. CMS Drupal 8.4 stabilisiert Module
  3. Vespa Yahoos Big-Data-Engine wird Open-Source-Projekt

Core i7-8700K und Core i5-8400 im Test: Ein Sechser von Intel
Core i7-8700K und Core i5-8400 im Test
Ein Sechser von Intel
  1. Core i7-8700K Ultra Edition Overclocking-CPU mit Silber-IHS und Flüssigmetall
  2. Intel Coffee Lake Von Boost-Betteln und Turbo-Tricks
  3. Coffee Lake Intel verkauft sechs Kerne für unter 200 Euro

  1. Re: Ich wäre ja mal froh wenn Golem sein...

    Desertdelphin | 00:55

  2. Re: Besser als GTA

    Erny | 00:40

  3. Re: halb so schlimm

    Apfelbrot | 00:40

  4. Re: Nicht die 1 TFLOPS sind erstaunlich sondern...

    Vielfalt | 00:31

  5. Re: Gibt es bei uns auch

    Dietbert | 00:27


  1. 14:50

  2. 13:27

  3. 11:25

  4. 17:14

  5. 16:25

  6. 15:34

  7. 13:05

  8. 11:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel