Abo
  • Services:
Anzeige
Makerbot Replicator 2: starke UFP-Emittenten
Makerbot Replicator 2: starke UFP-Emittenten (Bild: Makerbot)

Studie Schaden 3D-Drucker der Gesundheit?

3D-Drucken könnte die Gesundheit gefährden: US-Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein 3D-Drucker eine relativ hohe Konzentration von Nanopartikeln ausstößt. Die Partikel können sich im Körper anlagern.

Anzeige

Wie gefährlich sind 3D-Drucker? Wissenschaftler vom Illinois Institute of Technology haben gemessen, ob sogenannte Ultrafine Particles (ultrafeine Partikel, UFP) beim 3D-Drucken frei werden und in welchen Konzentrationen sie auftreten. Es war nach ihren Angaben die erste Studie dieser Art.

Die meisten kommerziellen 3D-Drucker nutzen das Schmelzschichtungsverfahren (Fused Deposition Modeling, FDM), bei dem ein Kunststoff geschmolzen und dann durch eine Düse gepresst wird. Aus dem industriellen Umfeld sei bekannt, dass bei diesem Prozess "signifikante Aerosol-Emissionen" freigesetzt werden, schreiben die Forscher um Brent Stephens in der Fachzeitschrift Atmospheric Environment.

UFP-Konzentration steigt an

Die Forscher ließen mehrere 3D-Drucker gleichen Typs Objekte aus Polylactid (PLA) und aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) aufbauen, das bei höheren Temperaturen verarbeitet wird. Während des Druckens sei die Konzentration der UFPs in der Luft deutlich angestiegen, berichten die Forscher: Bei der Verarbeitung von PLA seien in der Minute rund 20 Milliarden UFPs freigesetzt worden, bei der Verarbeitung von ABS etwa 200 Milliarden UFPs. Die Forscher sagten nicht, mit welchem Gerätetyp sie die Messungen durchgeführt haben.

Damit seien die 3D-Drucker als starke UFP-Emittenten einzustufen, schreiben sie weiter. Die UFPs sind kleiner als 100 Nanometer und stellen ein potenzielles Gesundheitsrisiko dar: Sie können sich in der Lunge oder in den Atemwegen anlagern oder über den Riechnerv sogar ins Gehirn gelangen. Da sie eine relativ große Oberfläche haben, besteht zudem die Gefahr, dass sich weitere Teilchen an den UFPs festsetzen. Hohe UFP-Konzentrationen sollen Lungenkrebs, Schlaganfälle oder Asthma auslösen können.

Vorsicht in Innenräumen

Hinzu kommt, dass ABS ohnehin als gesundheitsschädlich gilt - das Einatmen von ABS-Aerosolen soll vermieden werden. Allerdings haben sich die Forscher auf die Messung von Konzentrationen beschränkt und nicht bestimmt, welche Stoffe freigesetzt werden. Sie raten jedoch zur Vorsicht, vor allem wenn handelsübliche 3D-Drucker in unbelüfteten oder ohne angemessene Filteranlagen ausgestatteten Räumen eingesetzt werden. Um Gewissheit zu bekommen, seien aber weitere Studien mit verschiedenen Druckertypen nötig.

Anders als Großgeräte wie die 3D-Drucker von Hewlett-Packard oder die im industriellen Umfeld eingesetzten Drucker sind die 3D-Drucker für den Endkunden wie der Replicator 2 von Makerbot oder der Rigidbot offen, so dass die UFPs ungehindert in die Luft gelangen können.


eye home zur Startseite
freddypad 25. Jul 2013

Nix Blödsinn. Ging um die Ironie dabei. Waffen sind ja nun auch nicht wirklich gesund...

Moe479 25. Jul 2013

nix mit uv, allein durch die ionisation der umgebungsluft durch hohe spannungen am...

a user 25. Jul 2013

da es hierbei auch um die emission eines bestimmten stoffes ging, der bereits als giftig...

Andre S 25. Jul 2013

wie das bei ner CNC Fräse z.B. auch ist...

Bouncy 25. Jul 2013

Das tut Uhu auch... ;)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Vaihingen
  2. AOK Systems GmbH, Bonn
  3. Hays AG, Raum Frankfurt
  4. Robert Bosch Start-up GmbH, Ludwigsburg


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. ab 47,99€
  2. (u. a. BioShock: The Collection 16,99€, Borderlands 2 GOTY 7,99€, Civilization VI 35,99€ und...
  3. 16,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Elektrorennwagen

    VW will elektrisch auf den Pikes Peak

  2. Messung

    Über 23.000 Funklöcher in Brandenburg

  3. Star Wars Battlefront 2 Angespielt

    Der Todesstern aus Sicht der Kampagne

  4. Nach Wahlniederlage

    Netzpolitiker Klingbeil soll SPD-Generalsekrektär werden

  5. Adasky

    Autonome Autos sollen im Infrarot-Bereich sehen

  6. Münsterland

    Deutsche Glasfaser baut weiter in Nordrhein-Westfalen aus

  7. Infineon

    BSI zertifiziert unsichere Verschlüsselung

  8. R-PHY- und R-MACPHY

    Kabelnetzbetreiber müssen sich nicht mehr festlegen

  9. ePrivacy-Verordnung

    Ausschuss votiert für Tracking-Schutz und Verschlüsselung

  10. Lifetab X10605 und X10607

    LTE-Tablets direkt bei Medion bestellen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Flettner-Rotoren: Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
Flettner-Rotoren
Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
  1. Hyperflight China plant superschnellen Vactrain
  2. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  3. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße

Cybercrime: Neun Jahre Jagd auf Bayrob
Cybercrime
Neun Jahre Jagd auf Bayrob
  1. Antivirus Symantec will keine Code-Reviews durch Regierungen mehr
  2. Verschlüsselung Google schmeißt Symantec aus Chrome raus
  3. Übernahme Digicert kauft Zertifikatssparte von Symantec

Passwortmanager im Vergleich: Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
Passwortmanager im Vergleich
Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
  1. 30.000 US-Dollar Schaden Admin wegen Sabotage nach Kündigung verurteilt
  2. Cyno Sure Prime Passwortcracker nehmen Troy Hunts Hashes auseinander
  3. Passwortmanager Lastpass ab sofort doppelt so teuer

  1. Re: G.Fast wird in Deutschland Nischentechnologie...

    spezi | 20:05

  2. Re: Und ich kriege noch nicht einmal die...

    RichardEb | 20:03

  3. Re: Leider etwas zu spät gemerkt

    spezi | 20:02

  4. Re: Bezugsquellen Ubuntu Version?

    zuschauer | 20:01

  5. Re: Äh, jo, das wars dann für mich.

    logi | 19:59


  1. 18:37

  2. 18:18

  3. 18:03

  4. 17:50

  5. 17:35

  6. 17:20

  7. 17:05

  8. 15:42


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel