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Besucherin der Gamescom 2015.
Besucherin der Gamescom 2015. (Bild: Sascha Schuermann/Getty Images)

Studie: Potenzial der deutschen Spielebranche wird nicht genutzt

Besucherin der Gamescom 2015.
Besucherin der Gamescom 2015. (Bild: Sascha Schuermann/Getty Images)

Hohe Umsätze, gut ausgebildete Fachkräfte - aber ohne bessere Förderung durch den Staat hat die deutsche Spielebranche kaum eine Chance im internationalen Wettbewerb: Das ist ein Fazit einer Studie, die auch den Arbeitsmarkt für Entwickler untersucht hat.

Die Spielebranche hat 2015 in Deutschland einen Umsatz von rund 2,88 Milliarden Euro erzielt, aber deutsche Entwickler hatten daran nur einen Umsatzanteil von knapp 19 Prozent (549 Millionen Euro): Das ist eines der Ergebnisse der bislang größten Studie über den Spielemarkt Deutschland. Das Fazit der beiden Autoren Oliver Castendyk von der Hamburg Media School und Jörg Müller-Lietzkow von der Universität Paderborn lautet: Die deutsche Gamesbranche birgt ein starkes wirtschaftliches und kulturelles Potenzial, steht aber gleichzeitig vor großen Herausforderungen, sich auf dem international umkämpften Markt durchzusetzen.

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Auf den ersten Blick sind die Bedingungen für die Entwickler gar nicht so schlecht: Aktuell gibt es rund 14.000 Beschäftigte in der deutschen Games-Branche; bis zu 600 Personen schließen jährlich einen spezifischen Studiengang oder schulischen Ausbildungsgang mit Schwerpunkt Spieleentwicklung ab. Rund 77 Prozent der in der deutschen Spielebranche Beschäftigten befanden sich 2015 in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen - das ist mehr als in der Film- und Fernsehindustrie, wo es rund 35 Prozent freie Mitarbeiter gibt, und in der Musikbranche, wo rund 26 Prozent freie Mitarbeiter sind.

In der Spielebranche arbeiten die Beschäftigen zu 83 Prozent in Vollzeit und zu 8 Prozent in Teilzeit, 4 Prozent sind geringfügig beschäftigt und 5 Prozent sind Auszubildende. 2015 hat der Studie zufolge jeder Mitarbeiter in der Computer- und Videospielindustrie - ohne Berücksichtigung von Unternehmen mit Mutterunternehmen im Ausland - durchschnittlich etwa 96.100 Euro umgesetzt.

Nur 2,6 Prozent Förderanteil in Deutschland

Dennoch machten es wirtschaftliche und politische Herausforderungen den deutschen Spielefirmen zunehmend schwer, sich auf dem internationalen Markt zu behaupten, sagen die Macher der Studie. Länder wie Kanada, Frankreich und Großbritannien unterstützten ihre Games-Produzenten mit umfassenden Förderprogrammen. Der durchschnittliche Förderanteil in Großbritannien betrage rund 17 Prozent, in Kanada (Ontario) seien es rund 32 Prozent. In Deutschland liege der Anteil öffentlicher Förderung an der Finanzierung von Entwicklern bei lediglich 2,6 Prozent. Spieleentwicklungen würden in erster Linie über Eigenfinanzierungen realisiert.

Die Autoren der Studie sind der Auffassung, dass die Chancen der Spielebranche durch ein geeignetes Fördermodell ausgebaut werden sollten - "das notwendige Wissen und Können ist in Deutschland vorhanden", schreiben sie in ihrem Fazit.


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Micha12345 09. Dez 2017

Gibt es in form der Unternehmergesellschaft (UG (haftungsbeschränkt)). Gründung mit...

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Slurpee 05. Dez 2017

Natürlich ist es Zensur. Zensur ist die Kontrolle von Informationen durch Restriktion...

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Keepo 05. Dez 2017

wir haben doch namenhafte studios hier. die anno reihe z.b. wird immernoch in deutschland...

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DreiChinesenMit... 04. Dez 2017

weil das u.A. gerade in https://www.golem.de/news/2030-automatisierung-soll-12-millionen...

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tensor 04. Dez 2017

Man hat ja nicht gesagt, dass der Gewinn mit einer Förderung auch steigt. Wenn man die...

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