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Studie: Klimawandel kostet in Deutschland jährlich 6,6 Milliarden

Eine Studie im Auftrag des Wirtschaftministeriums beziffert Milliardenschäden durch die Klimakrise – allen voran Extremwetterereignisse.
/ Moritz Tremmel und dpa
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Überschwemmungen und Dürre sind teure Folgen des Klimawandels. (Bild: Hermann Traub/Pixabay)
Überschwemmungen und Dürre sind teure Folgen des Klimawandels. Bild: Hermann Traub/Pixabay

Der vom Menschen verursachte Klimawandel hat in Deutschland seit 2000 jährlich durchschnittliche Schäden von mindestens 6,6 Milliarden Euro verursacht. Insgesamt waren es Kosten von rund 145 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz beauftragtes Projekt zu den Kosten der Klimawandelfolgen in Deutschland, das am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Allerdings entfällt mehr als die Hälfte der Kosten auf Extremwetterereignisse in den Jahren 2018 bis 2021.

Bei den angegebenen Zahlen handelt es sich jedoch den Angaben zufolge ohnehin nur um einen Teil der aufgetretenen Schäden. Die tatsächliche Schadenshöhe liege noch über der genannten Summe. Denn manche Schäden, wie etwa der Verlust an Biodiversität, ließen sich nicht in Geld umrechnen.

Bei anderen gehe dies zwar theoretisch, aber es gebe dafür derzeit keine geeigneten Datengrundlagen oder Methoden. Ein Großteil der Schäden sei durch Extremwetterereignisse entstanden, für die der Einfluss des voranschreitenden Klimawandels klar belegt sei.

Hochwasser im Juli 2021 kostete über 40 Milliarden Euro

Die Prognos-Studie(öffnet im neuen Fenster) beziffert die Schäden durch die Dürre- und Hitzesommer 2018 und 2019 auf 34,9 Milliarden Euro. Das betrifft beispielsweise Ertragsverluste in der Landwirtschaft oder Schäden durch Waldbrände sowie hitzebedingte Produktionsausfälle in Industrie und Gewerbe. Die Kosten durch das Extremhochwasser im Juli 2021 beziffert die Studie auf 40,5 Milliarden Euro. Zusammen mit den Schäden durch vereinzelte weitere Hagel- und Sturmereignisse von rund 5,2 Milliarden Euro ergebe sich ein Gesamtschadensausmaß durch Extremwetterereignisse von mehr als 80 Milliarden Euro.

Bundesklimaschutz-, Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) zog aus den Ergebnissen zwei Schlussfolgerungen: "Erstens, wir müssen die Folgen der Klimakrise weltweit auf einem erträglichen Niveau halten." Das gehe nur mit deutlich mehr Klimaschutz. "Zweitens, brauchen wir eine verlässliche Klimaanpassungsstrategie, die unsere Bevölkerung, unsere Infrastruktur und unsere Wirtschaft vor Hitze, Hochwasser und starken Wetterschwankungen schützt."


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