Studie: Kinoumsätze sanken nach Megaupload-Schließung

Zwei Forscher haben ermittelt, dass die Kinoumsätze weltweit unter der Schließung von Megaupload gelitten haben. Die Zahlen des Verbands der Filmverleiher in Deutschland sprechen aber laut GVU dagegen.

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Nach der Beschlagnahmung der Server durch das FBI
Nach der Beschlagnahmung der Server durch das FBI (Bild: FBI/Screenshot: Golem.de)

Die Schließung von Megaupload durch eine FBI-Aktion im Januar 2012 soll zu einem Rückgang der Kinoumsätze in 49 Ländern geführt haben. Zu diesem Schluss kommt die Studie "Piracy and Movie Revenues: Evidence from Megaupload" von Christian Peukert von der Ludwig-Maximilians-Universität in München und von Jörg Claussen von der Copenhagen Business School. Durch die Schließung von Megaupload sei die Mundpropaganda für viele Filme zurückgegangen.

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Nicht davon betroffen waren demnach die teuren Blockbuster-Produktionen, die mit großem Werbeaufwand auf den Markt gebracht wurden. Für die Studie wurden die Einspielergebnisse von 1.344 Filmen beobachtet.

Dem hat die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) widersprochen. Sprecherin Christine Ehlers erklärte, dass ein angeblicher Werbeeffekt von illegalen Downloads auf Kinobesuche nur nachzuweisen sei, wenn nicht die Umsätze, sondern die Besucherzahlen als Messgröße zugrunde gelegt würden. Ehlers: "Die für Deutschland erhältlichen Zahlen widersprechen der These eindeutig. So konnte kein Rückgang bei den Kinobesucherzahlen festgestellt werden - im Gegenteil. Filme, die mit 200 Kopien oder weniger in den Kinos angelaufen sind, zogen im ersten Halbjahr 2012 sogar mehr Besucher in deutsche Kinos als in den beiden Vorjahren."

Nach den an den Verband der Filmverleiher (VdF) gemeldeten Zahlen liefen laut GVU im ersten Halbjahr 2012 insgesamt 180 Filme mit weniger als 200 Kopien in deutschen Kinos an. Diese wurden am Startwochenende von nahezu 2,2 Millionen Besuchern angeschaut. Insgesamt gingen mehr als 18 Millionen Menschen für diese Filme ins Kino. Im Vergleichszeitraum 2011 starteten 143 solcher Filme mit 1,5 Millionen Besuchern am Startwochenende und 6,9 Millionen Besuchern insgesamt. 2010 waren es 132 Filme mit weniger als 200 Kopien, die ebenfalls von 1,5 Millionen Besuchern am Startwochenende und gesamt 8,2 Millionen Kinogängern in deutschen Lichtspielhäusern angesehen wurden, so die Darstellung der GVU.

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Die Verfasser der Studie waren noch nicht bereit für eine Debatte. Peukert sagte Golem.de: "Wir sind aktuell sehr überrascht vom großen medialen Echo und würden gerne erst später in diese Diskussion einsteigen." Mitte dieser Woche sei ein Statement zu erwarten.

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mgutt 06. Mai 2020

Da hat man sich so viel Mühe gegeben solche Portale zu schließen und genützt hat es...

ten-th 22. Dez 2012

Ganz logisch ... es gingen jetzt viel weniger Abfilmer in die Kinos ...

kitingChris 03. Dez 2012

Trotzdem hat der Kinobetreiber Hausrecht und darf es dir untersagen mitgebrachtes Essen...

kitingChris 03. Dez 2012

Nein bei der Probefahrt siehst du auch eher die negativen Seiten. Im Trailer also der...



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