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Studie: KI-Investitionen unter Druck - wo bleibt die Rendite?

Drei von vier Führungskräften sind enttäuscht von ihren KI-Investitionen – und die Geduld schwindet rapide.
/ Michael Linden
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Das war wohl nichts mit KI als Heilsbringer für alles. (Bild: KI-generiert mit OpenAI Image 2.0)
Das war wohl nichts mit KI als Heilsbringer für alles. Bild: KI-generiert mit OpenAI Image 2.0

Die anfängliche Aufbruchsstimmung rund um künstliche Intelligenz weicht in vielen Unternehmen der Ernüchterung. Laut dem aktuellen AI at Work Report 2026(öffnet im neuen Fenster) des HR-Technologieanbieters G-P gaben 73 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass ihre KI-Investitionen im vergangenen Jahr zumindest teilweise hinter den Erwartungen zurückblieben. Befragt wurden 2.850 Unternehmenschefs aus sechs Ländern, darunter aus Deutschland.

Weniger Risikobereitschaft, mehr Rechenschaftspflicht

Der Anteil der Unternehmen, die KI aggressiv zur Innovation einsetzen, sank von 60 auf 42 Prozent. Noch deutlicher ist das Signal auf der Budgetseite: Knapp 70 Prozent der Befragten sind bereit, ihre KI-Ausgaben zu kürzen, sollten die gesetzten Ziele bis Ende 2026 nicht erreicht werden.

Produktivitäts-Paranoia und versteckter Mehraufwand

Ein neues Phänomen beunruhigt die Führungskräfte: 88 Prozent der Befragten befürchten, Mitarbeiter könnten KI-Tools nutzen, um Produktivität nur vorzutäuschen und fast die Hälfte glaubt, dass dies bereits geschieht. Gleichzeitig berichten 69 Prozent, dass ihre Teams heute mehr Zeit damit verbringen, KI-Ergebnisse zu überprüfen und zu korrigieren als noch vor einem Jahr. Der erhoffte Effizienzgewinn droht damit durch versteckten Kontrollaufwand aufgefressen zu werden.

Menschliche Arbeit gerät unter Druck

Besorgniserregend: 82 Prozent der Führungskräfte räumen ein, dass KI ihren Blick auf menschliche Mitarbeiter verändert hat – und zwar negativ. Viele Arbeiten seien auch durch KI akzeptabel zu lösen, zu weniger Kosten und in deutlich geringerer Zeit. Das schmälert in den Augen der Führungskräfte den Wert menschlicher Arbeit. Die Autoren des Reports warnen, dass dieser Trend kontraproduktiv sein könnte, da menschliches Urteilsvermögen für den sinnvollen Einsatz von KI-Systemen nach wie vor unverzichtbar bleibt.

Strukturwandel statt Hype

Trotz aller Skepsis sehen 69 Prozent der HR-Verantwortlichen in den USA KI als dauerhaften strukturellen Wandel und nicht als vorübergehenden Trend. G-P-Chef Nat Natarajan empfiehlt Unternehmen, sich auf wenige, klar definierte Anwendungsfälle mit hoher Wirkung zu konzentrieren – statt KI flächendeckend und überall gleichzeitig einzuführen.


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