Studie: Junge Männer zieht es nach Azeroth statt zur Arbeit

World of Warcraft und andere aufwendige Computerspiele knapsen bei jungen Männern an einem Teil des Zeitbudgets, das sonst für Arbeit verwendet wird. Das sagt zumindest eine neue US-Studie - deren Ergebnisse gar nicht so kritisch gemeint sind, wie sie zuerst klingen.

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Junge Männer spielen World of Warcraft auf der Gamescom.
Junge Männer spielen World of Warcraft auf der Gamescom. (Bild: Sascha Steinbach/Getty Images)

Im Jahr 2015 hat der durchschnittliche junge Mann im Jahr 203 Stunden weniger gearbeitet als noch 2000. Das eigentlich Auffällige: Der Rückgang ist bei keiner der Vergleichsgruppen ähnlich stark ausgeprägt. Bei den Männern im Alter zwischen 31 und 55 Jahren etwa betrug der Rückgang lediglich 163 Stunden - das ist ein Unterschied von 40 Stunden, also immerhin eine typische Arbeitswoche.

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Ein Grund: Die jüngeren Männer verbringen viel mehr Zeit mit Games, außerdem vergnügen sie sich - aber eher am Rande - mehr mit weiteren Aktivitäten rund um den Computer, etwa Surfen und sozialen Medien. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher des angesehenen US-Wirtschaftsforschungsinstituts National Bureau of Economic Research - das übrigens trotz des Namens rein privat finanziert wird - in einem Arbeitspapier.

Die Wissenschaftler stellen die These auf, dass aufgrund der Fortschritte beim Gamedesign und der weiteren Verbreitung von Multiplayertiteln eben vor allem junge Männer mehr Zeit für Spiele verwenden. Ältere Männer würden Welten wie Azeroth (World of Warcraft) mit ihren hohen Anforderungen ans Zeitbudget - Gilden, Raids, kein echtes Ende - in dieser Form gar nicht kennen. Und Frauen würden zwar auch immer mehr spielen, aber eben oft nur nebenbei und zum Überbrücken von Wartezeit.

Lieber Spaß mit 20 Jahren!

Die Forscher des National Bureau of Economic Research haben sich unter anderem angeschaut, wie die jeweiligen Gruppen ihre Freizeit verbringen. Die mit Abstand größte Veränderung gibt es tatsächlich beim Posten "Video Games" der jungen Männer, die pro Woche statt 2,0 Stunden (Erhebungszeitraum 2004 bis 2007) nun 3,4 Stunden (Erhebungszeitraum 2012 bis 2015) für Games aufwenden. Ein Teil davon, so die These, gehe nicht auf Kosten der Freizeit - sondern der Arbeit.

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Laut der New York Times - die zuerst über die Studie berichtet hat - äußert Erik Hurst, einer der leitenden Forscher, durchaus Verständnis für die Entscheidung der jungen Männer: "Warum sollte man in seinen 20ern nicht ein bisschen Spaß haben, um dann mit 80 zu arbeiten?"

Auch die Zeitung weist darauf hin, dass es andere Studien gebe, denen zufolge die jungen Männer heute öfter als frühere Generationen sagen würden, dass sie im Großen und Ganzen recht glücklich und zufrieden seien.

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quineloe 09. Jul 2017

Wer ernsthaft H-IV mit einem BGE vergleicht war noch nie in seinem Leben auf H-IV...

plutoniumsulfat 05. Jul 2017

Das Problem ist, dass sich alle sehr gut Verdienenden aus dem System ausgekoppelt haben.

aLpenbog 05. Jul 2017

Internet oder Serverausfälle beim Progressraiden, weshalb man den Kampf um die First...

Muhaha 05. Jul 2017

Wenn Du Dir die Bevölkerungsdichte in Großstädten anschaust, in manchen Küstenbereichen...

exxo 05. Jul 2017

Eine Gehaltserhöhung bezieht sich auf den Stundenlohn und nicht auf die Anzahl der...



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