Studie: Jeder siebte Jugendliche Opfer von Cybermobbing
Diskriminierung im Internet ist unter Jugendlichen einer Umfrage zufolge weit verbreitet. Demnach gab jeder oder jede Siebte (14 Prozent der Befragten) an, direkt von sogenanntem Cybermobbing betroffen zu sein, wie aus einer Studie im Auftrag der Barmer Krankenkasse(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht.
43 Prozent der 14 bis 17 Jahre alten Jugendlichen gab an, solche Vorfälle bei anderen beobachtet zu haben, teilte die Barmer am Montag weiter mit. Fünf Prozent der rund 2.000 Befragten gaben an, selbst schon einmal jemanden im Internet gemobbt zu haben.
Besonders häufig werden Jugendliche der Umfrage zufolge über Whatsapp und auf Instagram Opfer solcher Angriffe. Aber auch in anderen sozialen Medien wie Facebook und Tiktok seien sie verbreitet. Die häufigste Form des Cybermobbings sei die Beleidigung.
Leicht zugängliche Hilfe gefordert
Oft komme es allerdings auch vor, dass Gerüchte über einzelne Personen in die Welt gesetzt würden (56 Prozent), heißt es in der Studie. Auch der Ausschluss aus Gruppen bei Messengern wie Whatsapp oder Freundeskreisen sowie Belästigungen oder das Posten peinlicher Videos sind mit 31 bis 29 Prozent weit verbreitet. Für die Sinus-Jugendstudie der Barmer wurden 2.005 Jugendliche befragt.
Betroffene von Mobbingattacken im Internet seien auf leicht zugängliche Hilfe und vertrauenswürdige Anlaufstellen angewiesen, sagte Winfried Plötze, Geschäftsführer der Barmer-Landesvertretung in Baden-Württemberg. "Denn allein sind Mobbingattacken nur schwer zu bestehen."
Besonders viel Vertrauen genießen demnach Eltern und enge Freunde. Aber auch Lehrer, Schulleitungen, Selbsthilfegruppen oder die Polizei könnten helfen. Die Krankenkasse verweist auf ihrer Webseite auf Hilfs- und Informationsangebote zum Thema(öffnet im neuen Fenster) .
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