Studie: E-Autos reduzieren CO2 günstiger als Wasserstoffantrieb

Elektroautos seien ein Irrweg und Wasserstofffahrzeuge besser für die Umwelt, heißt es oft. Stimmt nicht, sagen Forscher der Uni Stanford und der TU-München. Dabei betrachten sie die Kosten für die Reduktion von CO2-Emissionen.

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Wasserstoffbetankung
Wasserstoffbetankung (Bild: Daimler)

Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb sollen batteriebetriebenen Elektroautos im Hinblick auf ihre Umweltfreundlichkeit überlegen sein. Schließlich kommt nur Wasserdampf aus dem Auspuff eines Wasserstofffahrzeugs. Forscher der Uni Stanford und der TU München haben am Beispiel von Kalifornien allerdings gezeigt, dass es preiswerter ist, mit batterieelektrischen Autos den CO2-Ausstoß zu reduzieren als mit Brennstoffzellenfahrzeugen. Das Ergebnis der Studie wurde im Journal "Energy" publiziert.

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Wasserstoff kann unter anderem durch Elektrolyse aus Wasser gewonnen werden. Auch eine Erdgasreformation ist neben diversen anderen Verfahren möglich.

Die Forscher haben die Stadt Los Altos Hills in der Nähe der Uni Stanford in ihre Modellrechnungen einbezogen. Ein Szenario für das Jahr 2035 beschreibt eine Zukunft, in der 38 Prozent aller Fahrzeuge in der Stadt mit Brennstoffzellen- oder Elektroantrieb ausgerüstet sind. Zudem wurde angenommen, dass Wasserstoff lokal zu den geringstmöglichen Kosten gewonnen wird, mit Elektrizität aus erneuerbaren Energien. Auch eine Nutzung des überschüssigen Wasserstoffs zur Erzeugung von Haushaltsstrom oder für die Heizung wurde in Betracht gezogen.

Schlussendlich waren batterielektrische Fahrzeuge jedoch die bessere Lösung. Um kostengleich zu sein, müssten Brennstoffzellenfahrzeuge deutlich preiswerter sein als Elektroautos. Das Gegenteil ist aktuell und vermutlich auch in der näheren Zukunft der Fall. Auch die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger zum Heizen oder der Stromerzeugung für Häuser wird sich aufgrund der hohen Kosten wohl nicht durchsetzen.

Der Toyota Mirai ist ein Wasserstofffahrzeug, das auch in Deutschland für rund 80.000 Euro angeboten wird. Das Fahrzeug soll mit einer Tankfüllung 500 km weit kommen. Das Betanken mit Wasserstoff dauert etwa fünf Minuten - also vergleichbar mit dem Tankvorgang mit herkömmlichem Treibstoff. Die Brennstoffzelle im Mirai gewinnt aus dem Wasserstoff Strom für den Elektroantrieb. Das Auto ist 4,81 Meter lang und bietet Platz für vier Personen.

Aktuell steht die Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland und den USA noch am Anfang. In Kalifornien gibt es allerdings ein Netz von Tankstellen für diesen Energieträger. Der Bau dieser Tankstellen ist jedoch wesentlich teurer als Ladestationen für Elektroautos, so die Autoren der Studie.

Der Effizienz von Brennstoffzellenautos hat Golem.de schon vor einem Jahr einen ausführlichen Beitrag gewidmet.

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    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

nle 11. Feb 2017

Ich weiß, ein alter thread aber: es wurde teils das Pferd von hinten aufgezäumt, daher...

Dwalinn 18. Nov 2016

Sowas ähnliches habe ich auch mal bei Top Gear gehört... die Rechnung galt aber nur für...

SJ 18. Nov 2016

In einem endlichen Universum ist auch Wasserstoff begrenzt.

BIMA 18. Nov 2016

In Zukunft sieht die Infrastruktur eh anders aus. Da spielt es für den Privatnutzer eine...

Sebbi 17. Nov 2016

Vor 20 Jahren hätte eine solche Batterie Größenordnungen mehr gekostet und wäre 1500 kg...


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