Abo
  • Services:
Anzeige
Kann gehackt werden: die Smart City
Kann gehackt werden: die Smart City (Bild: Flickr.com/SCXFC_63/CC BY 2.0)

Studie: Die Smart City ist intelligent, aber angreifbar

Kann gehackt werden: die Smart City
Kann gehackt werden: die Smart City (Bild: Flickr.com/SCXFC_63/CC BY 2.0)

Smarte Städte könnten zum Ziel von Hackerangriffen werden. Durch die zunehmende Vernetzung potenzieren sich die Sicherheitslücken, wie eine Studie zeigt.
Von Adrian Lobe

Klimaanlagen, die automatisch ausgehen, wenn man das Gebäude verlässt. Apartment-Einheiten, die im Brandfall die Feuerwehr alarmieren. Autonome Fahrzeuge, die selbstständig Parkplätze finden und per App ausparken. So beschreibt der Wissenschaftler Anthony Townsend in seinem Buch Smart Cities: Big Data, Civic Hackers, and the Quest for a New Utopia die Städte von morgen. Und zum Teil sehen sie heute schon so aus.

Anzeige

In Südkorea wird die Planstadt New Songdo gebaut. Bis 2020 werden dort Wohnungen für 70.000 Menschen und Büros für weitere 300.000 Pendler gebaut. Ein zentrales Computernetzwerk ist das Gehirn der neuen Stadt: Abfall, Transport und Energie werden zentral gesteuert. Jeder Einwohner kann identifiziert und lokalisiert werden - Smart Cards dienen als Ausweis, Schlüssel und Zahlungsmittel. Im Wüstensand von Masdar in den Vereinigten Arabischen Emiraten entsteht in den nächsten Jahren eine intelligente Stadt. Und Indiens Premier Narendra Modi kündigte an, 100 neue smarte Städte zu bauen.

Mit ihren internetfähigen Sensoren, die von der Ampelschaltung bis zum Wassermanagement alles regulieren, könnten solche intelligenten Städte zum Ziel von Hackerangriffen werden. Im vergangenen Jahr demonstrierte der argentinische Sicherheitsforscher Cesar Cerrudo von der IT-Firma IOActive, wie man sich mit einem Laptop in die Verkehrsleitplanung einloggen kann. Das Sensys Networks VDS240, ein drahtloses Autoerkennungssystem, ist derzeit in 40 US-Großstädten installiert, darunter San Francisco, Los Angeles, Washington und New York City. Die Magnetfeldsensoren in der Fahrbahn erheben in Echtzeit Daten über den Verkehrsfluss und leiten diese via Access Points an die Verkehrskontrolle weiter.

Cerrudo gelang es, mit einem Transmitter von der Größe eines USB-Sticks die Zugangspunkte anzuzapfen. Das Problem ist, dass die Netze häufig nicht oder nur unzureichend verschlüsselt sind. Hacker könnten in das System eindringen und die Verkehrsdaten so manipulieren, dass es zu Staus oder Unfällen kommt.

Angriffsszenarien sind realistisch

Cerrudo wandte sich in einem Brief an das Department of Homeland Security und machte auf das Problem aufmerksam. Geändert hat sich wenig. Vor kurzem stellte Cerrudo fest, dass die gleichen Sensoren in San Francisco immer noch nicht verschlüsselt sind. Die Ergebnisse seiner Feldstudien hat er in seinem Bericht An Emerging US (and World) Threat: Cities Wide Open to Cyber Attacks (PDF) zusammengetragen.

Die Gefahr eines Hackerangriffs mag abstrakt erscheinen, doch die Cyberattacke auf den französischen Fernsehsender TV5 gibt eine leise Vorahnung dessen, wie ein Angriff aussehen könnte. Schwarze Bildschirme, gelb blinkende Ampeln, Stromausfall - das Chaos wäre programmiert.

Als es in Ontario dunkel wurde

Am 14. August 2003 kam es in der kanadischen Provinz Ontario zu einem Blackout. 265 Kraftwerke mussten heruntergefahren werden, 45 Millionen Menschen saßen im Dunkeln, die Mobilfunknetze kollabierten. Der Grund für den Stromausfall war ein Softwarebug im Alarmsystem des Energiebetreibers First Energy Corporation. Acht US-Bundesstaaten waren von dem Ausfall betroffen. Allein in New York City wurde 3.000-mal Feueralarm ausgelöst.

Der wirtschaftliche Schaden, der durch den Blackout entstand, wurde auf bis zu 10 Milliarden Dollar geschätzt. Der Vorfall zeigt, wie anfällig die Infrastruktur für Softwarefehler ist. Seitdem ist die Abhängigkeit von Computersystemen noch größer geworden. Durch die zunehmende Vernetzung wächst auch das Risiko für Cyberattacken. Hacker könnten solche Bugs ausnutzen und ein Schadprogramm in das System einschleusen.

Auf dem Weg zum digitalen GAU? 

eye home zur Startseite
Dumpfbacke 09. Mai 2015

Nur den Ausfall der Stromversorgung in zum Beispiel Krankenhäuser, wodurch Menschenleben...

Dumpfbacke 09. Mai 2015

Sie könnte ein paar Vorteile haben. - Kriminalitätsrate dürfte niedrig sein - Früher...

Replay 06. Mai 2015

Ich gehöre nicht dazu, weil ich das 45 Jahre ohne einer App geschafft habe. Wie? Na ja...

Jasmin26 06. Mai 2015

Das eine schließt doch das andere nicht aus , sie können/müssen sich ergänzen ! Und ob...

theonlyone 06. Mai 2015

Die meiste Sicherheit beruht einfach darauf das man sich verlässt das man zu...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Telekom Deutschland GmbH, Bonn
  2. Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  3. Harvey Nash GmbH, Frankfurt am Main oder Berlin
  4. operational services GmbH & Co. KG, Chemnitz, Zwickau, Dresden


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,49€
  2. ab 59,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 14,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Ronny Verhelst

    Tele-Columbus-Chef geht nach Hause

  2. Alphabet

    Google Gewinn geht wegen EU-Strafe zurück

  3. Microsoft

    Nächste Hololens nutzt Deep-Learning-Kerne

  4. Schwerin

    Livestream-Mitschnitt des Stadtrats kostet 250.000 Euro

  5. Linux-Distributionen

    Mehr als 90 Prozent der Debian-Pakete reproduzierbar

  6. Porsche Design

    Huaweis Porsche-Smartwatch kostet 800 Euro

  7. Smartphone

    Neues Huawei Y6 für 150 Euro bei Aldi erhältlich

  8. Nahverkehr

    18 jähriger E-Ticket-Hacker in Ungarn festgenommen

  9. Bundesinnenministerium

    Neues Online-Bürgerportal kostet 500 Millionen Euro

  10. Linux-Kernel

    Android O filtert Apps großzügig mit Seccomp



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Indiegames Rundschau: Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
Indiegames Rundschau
Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
  1. Jump So was wie Netflix für Indiegames
  2. Indiegames-Rundschau Weltraumabenteuer und Strandurlaub
  3. Indiegames-Rundschau Familienflüche, Albträume und Nostalgie

Ausprobiert: JPEGmini Pro komprimiert riesige JPEGs um bis zu 80 Prozent
Ausprobiert
JPEGmini Pro komprimiert riesige JPEGs um bis zu 80 Prozent
  1. Google KI erstellt professionelle Panoramen
  2. Bildbearbeitung Google gibt Nik Collection auf

Kryptowährungen: Bitcoin steht vor grundlegenden Änderungen
Kryptowährungen
Bitcoin steht vor grundlegenden Änderungen
  1. Die Woche im Video Strittige Standards, entzweite Bitcoins, eine Riesenkonsole
  2. Drogenhandel Weltweit größter Darknet-Marktplatz Alphabay ausgehoben
  3. Kryptowährung Bitcoin notiert auf neuem Rekordhoch

  1. Re: Apple-Clon

    Teebecher | 04:37

  2. Re: GUI

    ChristianKG | 04:15

  3. Kein Wort über die Reparierbarkeit...

    Onkel Ho | 03:25

  4. Re: Soll das ein Witz sein?!

    tingelchen | 02:48

  5. Re: Wie viel Menschen klicken auf Werbung?

    Sharra | 02:41


  1. 23:54

  2. 22:48

  3. 16:37

  4. 16:20

  5. 15:50

  6. 15:35

  7. 14:30

  8. 14:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel